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Markdorf Mit SÜDKURIER-Klasse! ins Medienhaus

24.03.2011
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Markdorf/Konstanz (büj) „Drückt bloß keine Knöpfe“, ermahnt Walter Benz, „wenn wir gleich durch die Druckerei gehen.“ Die Ermahnung des ehemaligen Beilagen-Disponenten im SÜDKURIER-Medienhaus ist denkbar überflüssig. Denn erstens zeigen sich die Werkrealschüler vom Markdorfer Bildungszentrum (BZM) als viel zu gut erzogen und zweitens sind die Achtkläss ler wenige Momente später nachhaltigst beeindruckt beim Rundgang durch die Produktionshallen.

Angesichts der 17 Meter hohen und 30 Meter langen „Cortina“, dieser stählernen Riesin aus Rollen, Streben und Walzen, die sich nur dem Kundigen über vielfach verwinkelte Treppen und Leitern erschließt und die tonnenschwere Papierollen rotieren lässt, als seien es Zwirnspulen, wer brächte da den Mut auf, irgendeinen Knopf zu drücken?

Und für die so genannte „Druckweiterverarbeitung“ gilt das Gleiche. Dort über den Köpfen schlängeln sich die Bahnen, an denen bis zu 90 000 Zeitungsexemplare hängen. Sie werden gefalzt, beschnitten; sie bekommen Beilagen eingesteckt und sie werden teils mit Aufklebern versehen, teils adressiert; sie werden gebündelt, verpackt, palettiert und schließlich durchs Tor zum Abtransport ausgespien. Auch das geschieht dank neuester Computertechnik in Windeseile, selbst wenn die verschlungenen Förderbänder in der Druckweiterverarbeitung entschieden gemächlicher dahinrattern als die „Cortina“ nebenan.

All das ist sehr beeindruckend. Aber darum geht es nicht beim Besuch der beiden BZM-Klassen 8b und 8c im Konstanzer Medienhaus, oder allenfalls am Rande. Die Schüler sollen weniger fasziniert als mehr informiert sein. Sie interessiert, welche Zukunftsperspektiven ihnen das Medienhaus eröffnet. Dementsprechend breit fällt der Raum aus, den SÜDKURIER-Mitarbeiter Roland Riedle dem Thema „Ausbildung“ widmet. Er erwähnt sie alle: die Medienkaufleute, die Fachkräfte für Lagerlogistik, die Fachinformatiker, die Mediengestalter, die Mechatroniker, die Maschinen und Anlageführer und natürlich auch die Drucker.

Damit ist Riedles Aufzählung aber noch nicht zu Ende. Schließlich gibt es da ja noch die Lieferanten der abzudruckenden Texte: die Journalisten, deren „Handwerk“ über ein Volontariat vermittelt wird. „Da braucht ihr aber in der Regel ein abgeschlossenes Studium, damit ihr volontieren könnt“, erklärt Riedle den Werkrealschülern. Für die 14-Jährigen läge das noch in weiter Ferne. Aber es wäre durchaus denkbar. Immerhin heißt es in Baden-Württemberg: „Kein Abschluss ohne Anschluss!“ Wer also bei dem dem Medienhaubesuch vorausgegangenen „SÜDKURIER-Klasse!-Projekt „Blut geleckt“ haben sollte, wer recherchieren, berichten und kommentieren möchte, der begegnet hier in Konstanz, dem Verlagsstandort des SÜDKURIER, der produktiven Basis seines künftigen Medien-Berufes.

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