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Markdorf Markdorf: BZM-Realschule startet mit bilingualem Zug

Die Realschule am Bildungszentrum Markdorf hat als erste Realschule im Bodenseekreis die Genehmigung erhalten, einen bilingualen Zug ab Klasse 5 einzurichten. Im kommenden Schuljahr können die ersten 30 Fünftklässler zweisprachig unterrichtet werden.

Rund 30 Schüler werden aller Voraussicht nach ab dem nächsten Schuljahr an der Realschule des Bildungszentrums Markdorf (BZM) in zwei Sprachen unterrichtet. Neben Deutsch werden sie in den beiden Fächern Biologie und Bildende Kunst auch Englisch sprechen. Für diesen sogenannten bilingualen Zug der Realschule hat das Landeskultusministerium seine Genehmigung erteilt. Damit ist die BZM-Realschule im Bodenseekreis die erste Realschule, in der Schüler von der 5. bis zur 10. Klasse durchgehend in zwei Sprachen unterrichtet werden. „Uns hat das schon sehr gefreut“, erklärte Petra Blust, Schulamtsdirektorin am Staatlichen Schulamt Markdorf, „dass es nun nach vier sehr erfolgreichen Versuchen im Kreis Ravensburg endlich auch einen bilingualen Zug im Bodenseekreis gibt.“

Das Interesse der Eltern sei überaus groß gewesen, berichtet Veronika Elflein von den jüngsten Informationsveranstaltungen der Realschule für die Eltern von Viertklässlern. Wie die kommissarische Leiterin der BZM-Realschule weiter erklärt, hätten die Eltern überhaupt keine Berührungsängste, „sie reagieren sehr aufgeschlossen“ und fürchten keine Überforderung ihrer Kinder.

Freilich achten die Realschullehrer von sich aus darauf, dass jene Fünfklässler den höheren Anforderungen gewachsen sind, wenn sie in Klasse 5 und 6 zunächst in Biologie und Bildender Kunst, in 7 und 8 auch in Geschichte und in Klassenstufe 9 und 10 schließlich noch in Erdkunde zweisprachig unterrichtet werden. „Wir treffen da schon eine Auswahl“, erklärte Annette Martin, Fachschaftsleiterin des Fachbereichs Englisch an der Realschule. „Die Kinder sollen ja einen möglichst guten Abschluss bekommen – deshalb achten wir auf Durchhaltevermögen, aber auch auf eine gewisse Aufgeschlossenheit.“ Eltern können ihre Kinder also nur dann für den bilingualen Zug der Realschule anmelden, wenn sie zuvor ein Beratungsgespräch geführt haben, an dem auch ihr Kind teilnehmen muss.

Schulamtsdirektiorin Petra Blust erklärte, dass sich das Instrument der Auswahlgespräche anderswo durchaus bewährt habe: „Die Zahl der Abgänge ist minimal.“ Veronika Elflein ergänzte, dass der Wechsel von einer bilingualen Klasse in eine nicht bilinguale nur in Ausnahmefällen möglich sei. Doch habe sich herumgesprochen, wie gern Arbeitgeber Schulabgänger mit dem Zusatzzertifikat Bilingualität sehen. Falls das Interesse weit über die vorgesehenen 30 Anmeldungen hinausgeht, verspricht Petra Blust, sich um eine Ausnahmeregelung zu kümmern: für eine zweite zweisprachige Klasse.

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