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Markdorf In Leimbach rollen die Bagger an

14.08.2012
Markdorf -  Mit einem symbolischen Spatenstich wurde gestern offiziell mit dem Neubau des St.-Josef-Kindergartens in Leimbach begonnen. „Etwas sehr Sinnvolles entsteht hier“, sagte Bürgermeister Bernd Gerber.

Modern, flach, zweigeschossig: Der siegreiche Entwurf des Häfler Büros „Jauss und Gaupp“. Im Obergeschoss soll es eine großzügige Spielterrasse geben.  Bild: Jauss und Gaupp

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Nach vorheriger, intensiver Prüfung habe der Gemeinderat für den Neubau und somit gegen eine Sanierung des alten Gebäudes gestimmt. Damit wolle man den neuen Anforderungen gerecht werden, die heutzutage an Kinderbetreuung gestellt werden. Der Neubau mit einer Fläche von gesamt knapp 2000 Quadratmetern auf zwei Geschossen kostet 3,71 Millionen Euro. In dieser Summe sind auch die Kosten für die provisorische Unterbringung des Kindergartens in Containern enthalten.

Künftig soll der Kindergarten 85 Kindern Platz bieten. Neu eingerichtet wird eine Kleinkindgruppe mit zehn Plätzen. Außerdem kommt eine Mensa hinzu, deren Angebot auch den Schülern der benachbarten Grundschule zur Verfügung stehen wird. Damit soll die Ganztagesbetreuung der Kinder in Leimbach sichergestellt werden.

Ein möglichst ökonomisches Gebäude zu bauen sei das Ziel, erläuterte Tobias Gaupp vom Friedrichshafener Architekten-Büro „Jauss und Gaupp“, das mit der Planung beauftragt wurde. Er betonte, dass bei der Planung die Verbindung von Kindergarten und Schule besonders berücksichtigt wurde, da die Mensa von beiden Einrichtungen genutzt werden soll. Das Architektenbüro, das bereits den Anbau an der Jakob-Gretser-Schule entworfen hat, hatte im Sommer vergangenen Jahres den Zuschlag bekommen. Die Architekten waren aus dem beschränkten Wettbewerb unter zehn eingereichten Arbeiten als Sieger hervorgegangen. Dem Gemeinderat waren damals die vier besten Arbeiten zur Abstimmung vorlegt.

Der Neubau wird als zweigeschossiger Baukörper konzipiert. Die Abbrucharbeiten und die Bauvorbereitung übernimmt die Tettnanger Firma Wäscher, den Bau die Ravensburger Firma Port. Im Erd- und im Obergeschoss werden jeweils zwei Gruppen untergebracht sein. Im Obergeschoss ist ein überdachter Terrassenbereich geplant, von dem aus über Außentreppen der Zugang zum Garten erreicht werden kann. Die Jury, zu der auch Kindergartenleiterin Ursula Burger gerhörte, war besonders von der Erschließungskonzeption überzeugt. So soll der Neubau sowohl vom Oberen Lettenweg sowie von der Grundschule und den Parkplätzen im Süden erreicht werden. Da die Grundschulkinder in dem Neubau zu Mittag essen sollen, wurde ein separater Bereich für Küche, Essplatz und Mehrzweckraum geplant. Für die Jury waren unter anderem folgende Kategorien wichtig: städtebauliche und architektonische Qualität, äußere Erschließung, die Funktionen im Innenbereich mit einem einladenden Eingang und einer zentralen Mitte sowie die Gestaltung der Freianlagen. Der Neubau soll im September 2013 bezugsfertig sein.

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