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Markdorf Im Recyclinghof bricht die Erde ein

18.08.2011
Markdorf -  Eine Baumaßnahme aus den 80er Jahren zeigt jetzt späte Folgen. Der Recyclinghof beim Bildungszentrum muss ab Freitag auf den BZM-Parkplatz verlegt werden, weil sich die Erde im Untergrund setzt und an der asphaltierten Oberfläche tiefe Löcher und Dellen auftreten.
Im Recyclinghof bricht die Erde ein

Der Untergrund tut sich auf: Daher muss der Wertstoffhof auf den BZM-Parkplatz verlegt werden. Untersuchungen sollen das Ausmaß der Auswaschungen und Setzungen zeigen.  Bild: Bild: Thum

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„Aus Sicherheitsgründen und um weitere Untersuchungen durchführen zu können, muss der Wertstoffhof kurzfristig geschlossen und verlegt werden“, teilte das Landratsamt Bodenseekreis gestern Mittag mit. Vor allem sei die Standfestigkeit für Lastwagen gefährdet.

Die Verlegung des Recyclinghofes erfolge nach einer Anregung aus dem Hause und in Abstimmung mit der Stadt Markdorf, sagte gestern Norbert Reuter, stellvertretender Leiter der Abfallwirtschaft beim Landkreis in Vertretung des Pressesprechers. Genaueres zu den Ursachen wusste er nicht. Wohl aber war ihm bekannt, dass sich unter dem Grundstück ein Abwasserkanal der Stadt Markdorf befindet. Die Stadt habe Untersuchungen angestellt.

Mit detaillierteren Informationen diente Stadtbaumeister Thomas Kuntosch. Anfang September würden weitere Sondierungen erfolgen. Ultraschalluntersuchungen aus einem fünf Meter hohen Betonbauwerk unter dem Gelände hätten aufgrund der Stahlarmierung in den Mauern nicht zum Ziel geführt. Nun sollen Anfang September Untersuchungen zeigen, ob weitere lose Bereiche in der Erde vorhanden sind.

Sie könnten Setzungen nach sich ziehen. Die Arbeiten seien ausgeschrieben und würden Ende August vergeben. Angestrebt ist ein hydrogeologisches Gutachten. Es soll zeigen, was sich im Bereich der Auffüllungen tut. Ein weiterer Grund, die schweren Container zu entfernen.

Die genauen Ursachen der Erdbewegungen und -senkungen im Boden unter dem Wertstoffhof liegen noch im Dunkeln. Tatsache ist, dass in den 80er Jahren beim Bau des Südsammlers aus heute nicht genau nachvollziehbaren Gründen der Grundwasserspiegel abgesenkt wurde: Der Wasserstrom fließt seither durch die Drainage des neuen Kanalbetts. Er schwemmte Erde weg und senkte den Grundwasserspiegel.

Unter anderem musste die Stadt einen Trinkwasserbrunnen aufgeben. „Heute würde man das anders machen“, erklärte gestern Thomas Kuntosch, seit 2009 Bauamtsleiter.

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