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Markdorf Funka und Bärli stützen den Vorstand

14.07.2010


Bermatingen – Unzähligen Katzen, einigen Hunden, Nagern und einem Falken hat der Tierschutzverein Markdorf und Umgebung im vergangenen Jahr helfen können. Vorsitzende Annemarie Hendricks erinnerte bei der Jahresversammlung im Gasthaus Adler an die vielen Aktionen.

Dringend gesucht werden Menschen, die sich vorübergehend um angeschlagene Tiere kümmern.

Für Tiere in industrieller Massentierhaltung und in den Versuchslaboren kann der Verein zwar nicht viel tun, aber viel Leid verhinderte er vor Ort: Katzen im Deggenhausertal, Baitenhausen und Riedern wurden eingefangen, kastriert, wieder ausgesetzt oder vermittelt. Durch rechtzeitige Kastration konnte im Deggenhausertal verhindert werden, dass Jungkatzen mancherorts immer noch erschlagen werden.

Ein Kater machte Schlagzeilen. Das angeblich in einem Pappkarton in Markdorf ausgesetzte Tier sei entführt worden, behauptete die Besitzerin, die sich nach einem Zeitungsbericht meldete. Wochen später wollten Tierschützer den Kater auf seinem Hof besuchen, stießen aber nur auf zwei sehr struppige und offensichtlich total verflohte Katzen. Ein neues Zuhause fand sich auch für die zehn alten Katzen, die einer Dame gehörten, die ins Altenheim musste.

Erfolgreich war auch die Kastration von rund 50 Katzen in den Schrebergärten Markdorfs 2009. Es gebe weder Nachwuchs noch Neuzugänge. Hier wünscht sich Hendricks von allen Tierärzten, die Kastration der Katzen mit einer Tätowierung kenntlich zu machen. So könne man dem Tier unnötigen Stress ersparen, denn erst nach der Narkose sei feststellbar, ob sie schon kastriert sind.

Zu den herausragenden Hundefällen gehörten die Vierbeiner im Ittendorfer Wald. Zwar waren Veterinäramt, Forstamt und Polizei involviert, „doch es konnte für die armen Hunde leider keine nennenswerte Verbesserung erzielt werden. Sie leben immer noch in ihren Zwingern, ohne ausreichende Zuwendung und Bewegung, zeitweise ohne Futter und Wasser. Man hört sie jede Nacht bis Ahausen jaulen und bellen.“

Mit Hilfe des Veterinäramts konnte einem 17-jährigen Hund in Riedern geholfen werden. Er war lange Zeit in einem dunklen Stall angekettet, zusammen mit zwei angebundenen Ziegen. Nun kann der Hund wenigstens draußen an einer Laufleine mit Kette leben. Gefüttert wurde er jahrelang von einer Tierfreundin aus der Türkei. Zusätzlich kümmert sich seit einiger Zeit noch ein Mitglied um ihn.

Daneben gab es sehr viele Zwergkaninchen und Meerschweinchen zu vermitteln. Sterben mussten zwei Tauben, weil jemand mitten in Markdorf mit einem Luftgewehr um sich geschossen hatte. Viele zu kleine und mutterlose Igel überlebten dank der Hilfe eines weiteren Mitglieds. Ein erst kürzlich zu früh aus dem Nest gehüpfter Falke wurde in eine professionelle Aufzucht übergeben und wird später ausgewildert.

An- und Hilferufe erhält der Tierschutzverein Markdorf und Umgebung immer öfter auch aus Hagnau, Meersburg, Immenstaad, Daisendorf, Buggensegel, Kluftern und Salem. Hendricks: „Wir helfen gern, aber das stellt uns zunehmend vor personelle und finanzielle Probleme, denn auch die Fälle, bei denen Tierhalter einen Tierarzt nicht bezahlen können, nehmen zu.“ Dank des Einmalzuschusses der Stadt Markdorf von 3000 Euro, etlicher Spenden und dem Erlös aus dem Bücherflohmarkt gab es dieses Jahr ein kleines Plus, wie Kassiererin Beate Müller berichtete. Allerdings wurde das schon wieder durch zwei aktuelle Tierarztrechnungen „aufgefressen“.

die Hunde im Wald
schon komisch, dass das den Grünröcken egal zu sein scheint....arme Tiere!!!!
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