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Markdorf Firma ZIM Flugsitz kann durchstarten

03.08.2012
Markdorf -  Rund 2,4 Millionen Euro investiert die ZIM Flugsitz GmbH in die Erweiterung ihrer Produktionshalle um einen neuen Hallenteil mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche. Spitz auf Knopf war es im Frühjahr gewesen, als ZIM mit dem Erwerb des Nachbargrundstücks von Karl-Heinz Linnig quasi in letzter Minute am Standort Markdorf gehalten werden konnte.

Spatenstich mit netter Note: Die Geschäftsführer Peter (auf dem Bagger) und Angelika Zimmermann freuen sich, am Standort Markdorf bleiben zu können. Bis Weihnachten, so Architekt Hans Martin, soll der neue Hallenbau dicht und gedämmt sein. Bauunternehmer Bernhard Straßer hatte die originelle Idee des Tages: Ein ZIM-Flugsitz passt auch auf einen Bagger.  Bild: Grupp

Spatenstich: Die ZIM GmbH, ein Hersteller ultraleichter Flugzeugsitze, kann im Markdorfer Gewerbegebiet Riedwiesen ihre Produktionsflächen erweitern.  Bild: Grupp

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Daran erinnerte Geschäftsführerin Angelika Zimmermann beim gestrigen Spatenstich. „Gottseidank“ hätten Verhandlungen und Zusammenarbeit Früchte getragen, blickte Zimmermann zurück. Mit der Erweiterung kann ZIM künftig auf 4000 Quadratmetern Fläche rund 40 000 Flugzeugsitze jährlich produzieren.

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Die Kapazitätserweiterung – zwischenzeitlich hatte ZIM auch einen Umzug in den Gewerbepark am Häfler Flughafen angedacht – ist offenbar dringendst nötig. „Uns sitzen die Kunden im Nacken“, so Zimmermann. Die Auftragslage sei bestens, die Liefertermine fürs Jahr 2013 stünden jetzt schon fest. Innerhalb von dreieinhalb Jahren hat sich ZIM Flugsitz damit erfolgreich am Markt etabliert. Vor drei Jahren, so Geschäftsführer Peter Zimmermann, habe man die damals neue Halle bezogen, ohne einen Kunden zu haben: „Das war ein enormes Risiko.“ Heute hat ZIM ein breites Kundenportfolio weltweit. Mit der Hallenerweiterung kann ZIM seine Kapazitäten verdoppeln und bereits bestehende Produktions- und Liefertermine sichern. Und für die Zimmermanns ist es nicht zuletzt ein klares Bekenntnis zum Standort Markdorf.

Die Halle wird an die bereits bestehende Halle angedockt und im Aussehen angeglichen. An der Vorderseite des Anbaus werde ein weiterer zweigeschossiger Sozialtrakt entstehen, erläuterte Architekt Hans Martin. Regenerativ wird die Energiegewinnung sein, über Wärmepumpen wird Grundwasserwärme (und Kühlung im Sommer) zur Betonkerntemperierung genutzt.

Auf besonders herzliche Weise bedankte sich Angelika Zimmermann beim Salemer Bauunternehmer Bernhard Straßer. Der hatte am Montag vergangener Woche den Auftrag bekommen und noch in derselben Woche mit den Arbeiten begonnen. Gewohnt zügig hatte auch das Baurechtsamt die für den Baubeginn nötigen Unterlagen fertiggestellt, gerade mal drei Monate nach Einreichen des Antrages. Wegen des Zeitverlustes während der Monate der Unsicherheit müsse es „nun zackig“ gehen, so Angelika Zimmermann. Doch das nächste Thema steht bereits an: Das Personal soll und muss weiter aufgestockt werden. Dafür aber sind Fachkräfte erforderlich, an denen es in der Region mangelt. Umso wichtiger seien gute Rahmenbedingungen für Neubürger und junge Familien vor Ort, appellierte Angelika Zimmermann daher.

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