Am kommenden Sonntag dreht sich beim Tag des offenen Denkmals alles um den Werkstoff Holz: Holz in der Vergangenheit, Holz in der Gegenwart, Holz in der Kunst und Holz in Architektur sowie Handwerk. Hauptamts-Chef Klaus Schiele und Realoberlehrer i. R. Hermann Zitzlsperger haben sich eine spannende Exkursion ausgedacht, die von der Mittleren Kaplanei über vier Stationen bis zum Heggbacher Hof führt. Holz in Form von Kunstwerken findet sich bei der Pfarrkirche zweifach. Zunächst das so genannte „Heckenstück“ von Ingrid Hartlieb, aber auch ein vier Meter hohes „Portal“, das der Bildhauer Robert LaVerne Steward 2004 mit einer Kettensäge innerhalb einer Woche aus einem mächtigen Eichenstamm geschnitten hat.
In Sichtweite beeindruckt die Mittlere Kaplanei mit markantem Fachwerk. Das Augenmerk der Führung gilt dem rein konstruktiven Einsatz von Holz. Der Heggbacherhof, über der Stadtgrabenstraße thronend, ermöglicht Einblicke in Bauweisen früherer Jahrhunderte. Über spektakuläre Funde hinter Putz und im Stallboden berichtet im Rahmen der Führung der Überlinger Architekt Wolfgang Baumgardt. Zu Informationen über rätselhafte Begriffe wie „Schragengrube“ oder „Spindellauf“ wird im ehemaligen Stall des Klosterhofs, dort wo früher drei gewaltige Torkel Rebensaft pressten, eine Probe Markdorfer Weins gereicht.
