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Markdorf Ersatzrahmen fürs Rad

31.08.2005
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Markdorf (thu) Das war Pech. Nach einem Kräfte raubenden Anstieg auf 4800 Meter Passhöhe hatten sich die Markdorfer Radnomaden Lina und Andreas Killat auf eine 45 Kilometer lange Abfahrt gefreut. Doch das Schicksal wollte es anders. Auf der höchsten Straße der Welt brach der Rahmen von Andreas Killats Stahlross. Und damit brach eine Welt zusammen. Auf einem Lastwagen erreichte das Paar für 65 Euro die 700 Kilometer entfernte Stadt Ali. Vier Tage dauerte die Tortur auf der unasphaltierten Piste. In Ali gab's auch einen Internet-Anschluss und einen weiteren Reisebericht für Markdorf.

Auf eine Mail-Anfrage des SÜDKURIER, ob und wie man helfen könne, reagierten die Globetrotter mit Humor. "Das mit dem Spendenaufruf ist eine gute Idee. Wir kommen darauf zurück, wenn wir Leute treffen, die es wirklich nötig haben. Vielleicht treffen wir uns ja irgendwann mal selbst: -)."

Jetzt bekommen die Globetrotter vom Radhersteller Riese & Müller in Darmstadt einen neuen Rahmen. Der alte war nicht mehr zu reparieren. Die Organisation, ihn nach Tibet zu bekommen, sei eine Geschichte für sich, schreiben die Killats. Die größte Schwierigkeit sei, dass dort kaum jemand Englisch spreche. Und jetzt wird auch noch die Zeit knapp. Das China-Visum läuft am 5. Oktober aus. Aber es gibt die Möglichkeit, es in Lhasa um einen Monat zu verlängern.

Vor einem Jahr, am 2. September 2004, sind Lina und Andreas Killat in Markdorf aufgebrochen. Seither haben sie mehr als 20000 Kilometer zurückgelegt.

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