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Markdorf Ehrung für Günther Nitsche in Berlin

Er nimmt für Baden-Württemberg den Preis entgegen: Markdorfer Realschullehrer für sein langjähriges erfolgreiches Engagement für Europäischen Schülerwettbewerb ausgezeichnet

Ein Anruf aus dem Kultusministerium kurz vor den Sommerferien elektrisierte Schulleiter Roland Hepting und Günther Nitsche von der Realschule am Bildungszentrum gleichermaßen: Ministerialrat Siegmut Keller überraschte den Rektor mit der Nachricht, dass beim Festakt „60 Jahre Europäischer Wettbewerb“ in Berlin von jedem der 16 Bundesländer ein verdienter Akteur oder Akteurin des Europäischen Wettbewerbs geehrt werde. Für Baden-Württemberg sei die Wahl aufgrund seines langjährigen Engagements auf Günther Nitsche gefallen.

Fast zeitgleich kam die persönliche Einladung für den Kunsterzieher und Englischlehrer zum Festakt in der Schiller-Oberschule Berlin vom Präsidenten des Europäischen Wettbewerbs, Rainer Wend. Die Freude war groß! Seit über 21 Jahren motiviert der Lehrer seine Schüler mit großem Erfolg, den Europagedanken mit den verschiedensten Facetten in Bilder umzusetzen, die nach den Preisverleihungen in der Sparkasse Markdorf präsentiert werden.

Wenn Günther Nitsche von der Jubiläumsfeier in Berlin berichtet, leuchten seine Augen: „Das Programm war großartig: 300 Gäste, ein halbes Dutzend Laudatoren, bestechende musikalische und optische Darbietungen und dazu noch der Präsident des Europäischen Parlamentes, Martin Schulz, der mit vier jungen Bundespreisträgern diskutierte.“ Die provokante Themenfrage der Podiumsdiskussion: „Ist Europa nur was für Streber?“ habe der Präsident mit einem klaren „Nein“ beantwortet und gestanden, dass er als Schüler mit Mathematik seine Probleme gehabt habe, was ihm die

Jugendlichen mit großem Applaus dankten.

Damit war die persönliche Basis für die ernsten Fragen der Jugendlichen gelegt: Auf welchen Wegen können wir Gleichaltrige für Europa begeistern? Die Europäische Bewegung Deutschland, die den Europäischen Wettbewerb in Deutschland seit 1953 organisiert, gab mit der Deutsch-Französin Jessica Chamba als Antwort, dass Bildungs- und Austauschprogramme wie der Europäische Wettbewerb auch weiterhin gefördert werden müssen, damit Europa ein so friedlicher, vereinter Kontinent bleibe. Sie dankte den zahlreichen Lehrern, den Förderern aus Ministerien, Kultusministerkonferenz und Landesstellen.

Stellvertretend für viele Akteure des Wettbewerbs überreichte Ludger Pieper von der Kultusministerkonferenz Günther Nitsche und 15 Akteuren aus den jeweiligen Bundesländern ein Buchpräsent. Sein Anliegen: „Jungen Menschen den europäischen Gedanken nahezubringen, sie für „Europa“ zu begeistern und dazu anzuregen, sich mit europäischen Ideen und Werten auseinanderzusetzen und zu identifizieren, ist in unserer heutigen Zeit eine unverzichtbare Aufgabe.“ Dieser Aufgabe hat sich Nitsche nach seinem Rückflug gestellt: Er bereitet inzwischen mit zwei Kolleginnen und Schülern die Teilnahme am Europäischen Wettbewerb 2014 vor.

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