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Markdorf Bürgermeister machen Zugeständnisse

27.07.2012
Markdorf -  Zur Versammlung traf sich der Gemeindeverwaltungsverband (GVV) Markdorf, zu dem neben der Stadt Markdorf auch die Gmeinden Oberteuringen, Deggenhausertal und Bermatingen gehören, im Rathaus in Bermatingen. Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt war die Stellungnahme des Regierungspräsidiums Tübingen zur geplanten Wohnflächenbedarfsplanung im GVV sowie die Berücksichtigung der formulierten Anregungen von Seiten der Behörde.

Die Bürgermeister des Gemeindeverwaltungsverbandes Markdorf (von links): GVV-Vorsitzender und Bürgermeister von Markdorf Bernd Gerber, Karl-Heinz Beck (Oberteuringen), Martin Rupp (Bermatingen) und Knut Simon (Deggenhausertal).  Bild: Bild:

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Einstimmig beschlossen die Mitglieder des GVV eine erneute, eingeschränkte Offenlage mit den entsprechenden Planinhalten in der Zeit vom 15. August bis 17. September.

In dem behandelten Teil ging es ausschließlich um den wichtigen Bereich der Wohnbauflächen. Das Regierungspräsidium orientiert sich dabei an den Prognosen des Statistischen Landesamtes und akzeptiert nicht die vom GVV angeführte besondere Charakteristik des Bodenseeraums für einen darüber hinausgehenden Bedarf, den der Verband mit insgesamt 20,64 Hektar ausgewiesen hat. Entsprechend der Vorgaben des Regierungspräsidiums haben die Gemeinden ihre Planungen angepasst, folgen damit jedoch nicht exakt den Vorgaben.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung hatte die Gemeinde Bermatingen Wohnbauflächen in einer Größenordnung von 12,85 Hektar eingestellt. Unabhängig des Innenentwicklungspotenzials waren noch 6,65 Hektar eingefordert worden. In der Stellungnahme des Regierungspräsidiums ist von maximal 5,02 Hektar die Rede. In der neuen Offenlegung ist die Gemeinde Bermatingen auf 6,22 Hektar gekommen. Man ist der Ansicht, dieser Bedarf sei für einen Zeitraum von 15 Jahren angemessen und erforderlich. Spezifisches Problem in Bermatingen war die Entwicklung der Kleingärten. Hier wurden die Flächen in überschaubarem Rahmen reduziert.

In Deggenhausertal geht das Regierungspräsidium von 6,06 Hektar aus, sodass die ausgewiesenen 6,20 Hektar grundsätzlich im Einklang mit den Vorgaben zum Flächensparen stehen.

Anstelle von 17,78 Hektar geht das Regierungspräsidium in Markdorf von einem Flächenbedarf in Höhe von maximal 13,11 Hektar aus. Deshalb wurden die im Entwurf des Flächennutzungsplans enthaltenen Flächen einer erneuten kritischen Prüfung unterzogen. So wurden in den Bereichen Garwieden, Raderacher Straße und In der Breite Flächen herausgenommen, sodass die ausgewiesenen Flächen nur noch 15,99 Hektar umfassen.

In Oberteuringen sieht die Stellungnahme des Regierungspräsidiums maximal 7,92 Hektar für Wohnbebauung vor. Von ursprünglich 20,03 Hektar hatte die Gemeinde bereits deutlich reduziert und sieht jetzt 9,91 Hektar als absolutes Minimum an.

Bleibt letztendlich nur abzuwarten, ob und welche Stellungnahmen das Regierungspräsidium in der bevorstehenden Offenlage einbringt.

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