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Markdorf/Bermatingen Blick in Richtung bessere Zukunft

21.07.2009
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Markdorf/Bermatingen (ala) Positives hatte Annemarie Hendricks, Vorsitzende des Tierschutzvereins Markdorf und Umgebung, bei der Jahresversammlung im Bermatinger Gasthaus „Adler“ zu berichten: Die Existenzängste des Vereins seien vorerst überstanden. Einige Jahre musste der Verein um seine finanzielle Existenz bangen. Die hohen Kosten verursachten zu über 90 Prozent die Kastrationen von herrenlosen Katzen, die sich auf Bauernhöfen, in Schrebergärten sowie im Umland durch Jungtiere sehr rasch ausbreiteten.

„Zwischenzeitlich hat uns die Stadt Markdorf einen einmaligen Betrag von 3000 Euro zugestanden, zudem erhielten wir eine große Spende von 1500 Euro aus einem Nachlass eines ehemaligen aktiven Mitgliedes, dessen Ehefrau in den schweren Stunden an uns gedacht hat“, zeigte sich Hendricksen dankbar. Die örtliche Presse habe mit ihrer Berichterstattung dazu beigetragen, die Existenznot des Vereins öffentlich zu machen, womit nochmals ein beachtlicher Betrag an Spenden eingegangen sei. Ein Bücherflohmarkt im Einkaufszentrum Proma sowie großzügige Spenden von einigen Tierärzten haben ebenfalls dazu beigetragen, die Vereinskasse aufzubessern.

„Das Geld haben wir auch bitter nötig. Alleine im vergangenem Jahr haben wir über 5000 Euro für die Kastration von herrenlosen Katzen ausgegeben“, erklärte die Vorsitzende. „Wir können dank der finanziellen Unterstützung wieder positiver in die Zukunft schauen.“ Was der Verein noch dringend bräuchte, sind viele aktive Helfer sowie eine Garage oder Lagermöglichkeiten für die vielen Bücher, die für den Bücherflohmarkt benötigt werden. Genauso dringend werden Pflegeplätze benötigt. „Wir brauchen ganz schnell Tierfreunde, die bereit sind, eines oder mehrere Tiere kurzzeitig bei sich aufzunehmen, bis diese wieder gesund sind oder vermittelt werden können“, appellierte die Vorsitzende. Ganz akut gesucht werde im Moment jemand, der zwei scheue kleine Katzenkinder aus Obersiggingen eine Zeit lang bei sich aufnehmen und zähmen kann.

Von September 2008 bis Juni 2009 habe der Tierschutzverein 62 herrenlose Katzen eingefangen und auf Kosten des Vereins kastrieren lassen. Auch sonst war der Verein sehr aktiv, so wurden entlaufene Hunde ausfindig gemacht oder neue Besitzer für abgegebene oder herrenlose Hunde gesucht, zahlreichen Kaninchen und Meerschweinchen wurde ein neues Zuhause vermittelt, es wurden Igel und Vögel versorgt. Auch für eine artgerechte Haltung von Schafen, deren Besitzer es weder mit Unterkunft und Fütterung genau nahm, habe der Verein im Winter gesorgt. Bei den Wahlen wurde der Vorstand für sein engagiertes Arbeiten einstimmig von den Mitgliedern wiedergewählt.

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