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Markdorf

Auszubildende erklären ihren Arbeitsplatz

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Schüler des Markdorfer Bildungszentrums wurden bei Linnig Antriebstechnik von Ausbildungsleiter Börries Prohman unter anderem in die Steuerungstechnik eingeführt.
Eckert

Markdorf (maw) 18 Schüler und zwei Schülerinnen der neunten Realschulklassen sah man erwartungsvoll vor der Firma Linnig stehen, um Einblicke in die Berufswelt zu gewinnen. Nach ihrem einwöchigem Berufspraktikum wollten sie im Rahmen der "Berufserkundung vor Ort" zusätzlich den Beruf des Industriemechanikers kennenlernen. Damit erlebten die Berufsaspiranten ein weiteres Spektrum an Ausbildungsberufen und erfuhren einiges über die Wirtschaftskraft Markdorfs.

Viele hatten schon das Firmenlogo "Linnig Antriebstechnik GmbH" gelesen, damit aber nur recht vage Vorstellungen verbunden. Nun sollte sich das ändern. Ausbildungsleiter Börries Prohman stellte in einem gastfreundlich gedeckten Sitzungsraum den Ablauf der Besichtigung und das Produktangebot der Firma vor. Im Mittelpunkt standen Motor-Kühl-Systeme, mehrstufige Elektromagnet-Lüfterkupplungen, schaltbare Kupplungen und ihre Funktionsweisen, die in einem Ausstellungsraum beim anschließenden Rundgang durch die Produktionsstätten der Firma zum Schauen und Begreifen einluden.

Wer könnte dieses technische Neuland authentischer vermitteln als Auszubildende, die kaum älter als die Besucher sind? So wurde eine Gruppe von Haris Dizdarevic, Azubi im ersten Lehrjahr, die zweite von Martin Jatzkowski (drittes Lehrjahr) engagiert und selbstbewusst durch die Abteilungen und die Lehrwerkstatt geführt.

 

Nicht ohne Stolz berichtete Haris bei den "Winkelgetrieben", dass ein Großauftrag aus Korea eine weitere Halle erfordert habe, die Schichtzahl verdoppelt und neue Mitarbeiter eingestellt worden seien. Beim Rundgang konnten die jungen Besucher auch Fragen zur Ausbildung stellen. Außer Sägen, Feilen, Drehen, Fräsen, Anfertigung von Schaltplänen, Prüfanordnungen können die Lehrlinge auch Einzelteile für Reparatur und Produktion anfertigen. Nach eineinhalb Jahren finde eine Zwischenprüfung statt, die als "knallhart" empfunden wurde und 40 Prozent der Prüfungsnote bedeute.

Nach der eindrucksvollen Betriebsbesichtigung durften die Schüler noch Fragen zu Bewerbung, Einstellungschancen und weitere Qualifizierungsmöglichkeiten stellen. "Zeige mir deine Bewerbungsunterlagen, dann sage ich dir, wer du bist!" In diesem Jahr hatte Börries Prohmann unter 60 Bewerbungen vier Ausbildungsplätze zu vergeben. Zwölf kamen zu Vorstellungsgesprächen in die nähere Auswahl. Neben den Schulnoten käme es vor allem auf top-saubere Bewerbungsunterlagen an, die keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler enthalten dürften. Verhaltens- und Mitarbeitsnoten sollten nicht schlechter als gut sein. Neben den Kernfachnoten werde auch auf Nebenfächer wie Sport geachtet, die Aufschlüsse über Einsatzwillen und Belastbarkeit bieten. "Außerdem raucht ein guter Sportler nicht", meinte Azubi Jatzkowski. Ergänzend meinte der Chef der Ausbildung: " Nach Abschluss der Lehre bestehen gute Möglichkeiten zur Weiterbildung als Techniker, Meister, Studium an der Berufsakademie bei weiterer Zugehörigkeit zum Betrieb. Karrieren sind möglich bis zum Master." Daher gab Azubi Martin den Berufsaspiranten auf den Weg: "Legt euch schon jetzt ins Zeug, sonst bereut ihr das später." Abschließend bedankte sich Elisabeth Eckert als Lehrbeauftragte "Bors" im Namen der Schüler, Eltern und Schulleitung beim Ausbildungsleiter und den beiden Azubis für den gastfreundlichen Aufenthalt und die sehr hilfreichen Informationen.

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