Aus dem großen Festzelt dringt der gekonnt launige Frühschoppenjazz von Jürgen Waidele und seiner „Take a Dance“-Band – aber wer einen freien Stuhl findet, der nimmt lieber draußen Platz. Zu schön ist's draußen, den Blick auf den spiegelblanken Bodensee gerichtet, auf dem die Segelboote vor der Schweizer Alpenkulisse wie in Öl gemalt stehen. Aber auch der Blick auf's bunte Treiben rundum lohnt. Hier gibt's nicht nur die schnittigen Sportwagen aus dem Hause Porsche und die schicken Teile aus der Match-Race-Kollektion zu sehen, man wird beim Anblick der „B/one Yacht“ ganz nebenbei Zeuge einer Weltpremiere.
Die einen rühren gelassen im Latte Macciato, andere nippen am Aperol Spritz, am Weizen oder ihrem Weinglas und wieder andere naschen zum Frühstück Eis und frische Erdbeeren. Am Match-Race-Wochenende hat eine extra Portion Dolce Vita in Langenargen Einzug gehalten. Für einen Spaziergang durchs Regattadorf im Gondelhafen braucht man heute auch mehr Zeit als sonst. Das gilt besonders dann, wenn man sportliche Kinder dabei hat, denn für die ist weit mehr als Schnuppersegeln geboten.
Wer 20 Eurodollar in der Windbox einfängt, der kann ein I-Pod gewinnen. Vor dem „Porsche vierer Highjump“ aus der Gattung Bungee-Trampolin, bilden sich schon Warteschlangen, ebenso bei der Kletterwand für Kinder. Klaus Lambacher zeigt, wie man mit der Motorsäge Skulpturen schnitzt. Wer mag, sitzt nebenan auf einem Rasentraktor oder ein paar Schritte weiter auf dem Fahrersitz des größten Wohnmobils von Carthago Probe. Man kann ja sicher sein, dass man den Kampf um die Krone im deutschen Grand Prix der Alpari World Match Racing Tour nicht verpasst. „Wenn sich was tut, dann rufen wir sie“, verspricht der Kommentator.
Auch der geschäftsführende Gesellschafter Harald Thierer taucht mit seiner Familie ganz entspannt ins Geschehen am Ufer ein. „Das ist das beste Rahmenprogramm, das wir je hatten und was uns ganz besonders freut ist, dass so viele Familien mit Kindern hier sind“ sagt er. „Die Atmosphäre wird von Jahr zu Jahr besser, und dass wir hier so hautnah dabei können, sogar ohne Eintritt zu bezahlen, das ist ganz toll“, sagen die Langenargener Brigitte Thomas und Heinz Quoß. Seit 15 Jahren halten sie dem Match Race die Treue.
Sie waren schon beim ersten Start dabei, als am Baggerloch die Windmaschinen angeworfen wurden. „Immer wenn wir den Startschuss hören, setzen wir uns schnell aufs Rad und fahren her“, erzählen sie lachend. Die guten Kommentare schätzen sie besonders. „Da versteht auch ein Nichtsegler was grade auf dem See passiert“, so Brigitte Thomas. Dass man am Abend ganz ungezwungen mit der Weltelite des Segelsports feiern kann, ist ein anderer Pluspunkt. Und was man so hört, war in der neuen Erdinger Hütt'n bei den „Après Sail Partys“ in Dirdl und Lederhosen besonders lustig feiern. Da ist schon klar, dass es am Morgen etwas ruhiger sein darf.