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Langenargen Großer Narrensprung im nassen Langenargen

Hästräger, Musikanten und Zuschauer trotzen beim großen Narrensprung in Langenargen dem Regen: 65 Gruppen zogen am Sonntag beim Jubiläumsumzug durch die Straßen.

„Willkommen in der Sonnenstube am Bodensee“, rief Langenargens Zunftmeister Lothar Berger am Sonntag den wenigen wasserfesten Zuschauern beim großen Narrensprung zu. Tatsächlich legte der Regen kurz nach Beginn des Jubiläumsumzugs eine kleine Verschnaufpause ein. Trotzdem bekam der Narrenruf der d’Dammglonker „Sowieso – allweilno“ angesichts des Regenwetters eine ganz neue Qualität. Aber jedes Kind weiß ja, dass bei gutem Wetter jeder feiern kann. Sicher ist, dass wesentlich mehr Hästräger und Musikanten unterwegs waren als Zuschauer am Straßenrand.

Angeführt wurde der Umzug mit 65 Gruppen von den Langenargener Senatoren. Von ihrem Wagen warfen sie mit vollen Händen Bonbons. Feiern die d’Dammglonker doch in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen. Aber auch die anderen Masken- und Hästräger waren großzügig und so freuten sich vor allem die Kinder über die vielen Guezle und Süßigkeiten aus Narrenhand. Mit der Narrenzunft Seegockel kündigte Ehrennarrenmeister Charlie Maier die größte Zunft des Alemannischen Narrenrings an. Mit viel „Gockelores – Kikeriki“ sprangen Bächlesfischer, Seewaldkobold, Pauliner Kuckuck und Seegrendl durch die Langenargener Straßen. Die Buchhorn-Hexen hatten ebenso wie viele andere Zünfte ihren Narrensamen im Kinderwagen dabei. Das hielt sie aber nicht davon ab, Unwesen und Schabernack zu treiben.

Vor allem die jungen Mädchen am Straßenrand waren kaum eine Minute lang sicher. Mal fanden sie sich unter dem Netz der Lindauer Binsengeister, mal im Laubbad der Kehlener Schus-senbohle. Zumindest waren ihnen Konfetti, Sägemehlspäne und verstrubbelte Haare sicher. Dass sie nicht aus Zucker sind bewiesen zahlreiche Gardetänzerinnen, die nicht nur vor der Ehrentribüne eine flotte Sohle auf den nassen Asphalt legten. Ob Hexenpyramiden, das Schnellen der Karbatschen oder akrobatische Einlagen – die Narren wissen, dass die Fasnet in diesem Jahr extrem kurz ist und gerade mal gute vier Wochen dauert. Also gaben sie alles, um den Winter zu vertreiben, der noch gar nicht richtig angefangen hat.

Dazu spielten Lumpenkapellen, Fanfarenzüge und Musikkapellen auf. Ihre Musik sorgte auch bei den Zuschauern für eine ausgelassene Stimmung. „Eigentlich sollte man heute jedem einzelnen die Hand schütteln und für sein Kommen danken“, sagte Claudia Gumbel von den Langenargener Hexen.

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