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Kressbronn Feiern für den guten Zweck

17.11.2010


Das Kultur-Dinner der Evangelischen Nachbarschaftshilfe ist mit Vier-Gänge-Menü und Gereimtem von Ingrid Koch ein Erfolg

Kressbronn (rac) Mit einem Kultur-Dinner im Bodenseehotel Sonnenhof erreichte der Förderverein Evangelische Nachbarschaftshilfe Kressbronn gleich zweierlei: Er bot einen schönen Abend mit Vier-Gänge-Menü und literarischen Einlagen und sammelte gleichzeitig Geld für den guten Zweck. Adelheid Huonker-Wagner, Vorsitzende des Fördervereins, begrüßte die 92 Gäste im Sonnenhof. Gern wären noch mehr gekommen, aber schnell war die Veranstaltung ausverkauft. „Dass Sie hier sind zeigt, dass Sie etwas für die Nachbarschaftshilfe übrig haben“, dankte Huonker-Wagner.

Zwischen den Gängen des exquisiten Menüs servierte „Worthandwerkerin“ Ingrid Koch zusammen mit Werner Israel am Klavier heiter Gereimtes zum Thema Nachbarschaft. Zur Jahreszeit passend sprach sie vom Herbstlaub, das der Erdanziehungskraft folgt und mit Vorliebe auf das Grundstück des Nachbarn fällt. Die Komplikationen sind vorprogrammiert und jedem schwäbischen Häuslesbesitzer bestens vertraut. Einen wunderbaren Vorgeschmack auf den Hauptgang gab sie mit ihrer Unterhaltung zwischen Roastbeef und Gemüse-Bouquet. Wie im richtigen Leben waren auch sie sich erst wieder einig, als sie einen dritten – in dem Fall die Kartoffel – auf dem Teller entdeckten. Aber auch das Altern und zunehmenden Hilfebedarf fasste Ingrid Koch in Reime. Im Interview mit der stellvertretenden Vorsitzenden Regine Vogel erfuhren die Gäste von Einsatzleiterin Karin Kadgiehn mehr über die Nachbarschaftshilfe. „Viele Menschen leben allein, sind einsam und der Bedarf wird immer größer“, so Kadgiehn.

Für 10,50 Euro in der Stunde leisten ihre 25 Einsatzkräfte Gesellschaft, begleiten zum Arzt und unterstützen im Alltag. „Nur durch die Unterstützung der Gemeinde und des Fördervereins ist der Stundensatz auch für kleinere Budgets noch bezahlbar“, dankte Kadgiehn.

Ihr Wunsch ist ein humanerer Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen. Dafür schult sie auch die Mitarbeitenden. Kassierer Ralf Schanz überschlug den Erlös des Abends für die Nachbarschaftshilfe mit 2000 bis 3000 Euro. „Das Kultur-Dinner werden wir bestimmt wiederholen.“

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