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Immenstaad Schneider Group wird abgewickelt - Firmengebäude schon verkauft

Die Maschinen der Ch. Schneider Group in Immenstaad werden am Dienstag versteigert. Bis Ende August gab es noch eine Auslaufproduktion. Das Firmengebäude ist bereits verkauft.

Die Maschinen der Ch. Schneider Group in Immenstaad werden am heutigen Dienstagvormittag, 23. September, versteigert. Das Unternehmen war im Februar 2014 zahlungsunfähig geworden. Nach Auskunft eines Sprechers der Pluta Rechtsanwalts GmbH, die mit dem Insolvenzverfahren betraut ist, ist das Firmengebäude bereits verkauft. Die Geschäftsbereiche Engineering und Metal sind im Insolvenzverfahren, der Bereich Plastics, als GmbH eingetragen, wird liquidiert. Eine Auslaufproduktion für Restaufträge lief bis Ende August. Die Mitarbeiter des Unternehmens erhielten nach Auskunft des Pluta-Sprechers Kündigungen. Dies waren Ende Mai noch 39. Ausgangspunkt für die schlussendliche Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens soll eine Auftragsloch in der Finanzkrise 2008 gewesen sein.

Ursprünglich war als vorläufige Insolvenzverwalter die Kanzlei Fröhlich und Hezel bestellt worden. Diese wurde aber im Mai „aus wichtigem Grund“ von der Pluta Rechtsanwalts GmbH, unter anderem mit Niederlassung in Ulm, abgelöst, was Matthias Grewe, Direktor des zuständigen Amtsgerichts Ravensburg, bestätigte.

Im Februar diesen Jahres, als noch die Kanzlei Fröhlich und Hezel, die unter anderem eine Niederlassung in Friedrichshafen hat, zuständig war, hatte es zunächst geheißen, die Produktion laufe weiter und die Löhne der damals knapp 60 Beschäftigten seien durch das so genannte Insolvenzausfallgeld gesichert. Es soll fünf potentielle Interessenten für den Kauf von Ch. Schneider gegeben haben. Von Seiten Plutas hieß es dazu: „Wir konnten keinen Käufer finden“. Interesse reiche nicht, irgendwann müsse jemand auch einen angemessenen Kaufpreis bezahlen.

„Aus Sicht der Gemeinde ist das bedauerlich“, meinte Bürgermeister Jürgen Beisswenger am Montag auf Nachfrage. Ch. Schneider habe sich von einer Garagenfirma zu einem mittelständischen Vorzeigeunternehmen entwickelt. Aber manchmal gebe es halt technische und kaufmännische Entwicklungen die in eine andere Richtung führten. Er hoffe, dass es in dem Büro- und Fabrikgebäude in irgendeiner Form Nachmieter geben werde. „Ich weiß, dass es Interessenten gibt“, so Beisswenger, aber dies sei nicht Angelegenheit der Gemeinde, sondern des jetzigen Eigentümers.

Ch. Schneider fertigte unter anderem Leichtbaugruppen für den Flug-, Bahn- und Lastwagenbereich sowie für die ambulante medizinische Versorgung. Ein Hauptkunde war Recaro.

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