Immenstaad – „Mein Vater erklärt mir jeden Sonntag unseren Nachthimmel.“ Eine Eselsbrücke, die etwas mit Planeten zu tun hat. Merkur, Venus… Fragen Sie einfach Ihre Kinder.
Vielleicht haben die ja dieser Tage in der Schule auch Kontakt zu Raumfahrtingenieuren aus Immen staad.
Die Immenstaader Grundschüler der dritten und vierten Klassen bekamen gestern ihren Crashkurs in Raumfahrt im Rahmen der „World space week“ von Jens Levenhagen. 45 Minuten lang drehte sich im Musiksaal der Schule alles um das, was sich außerhalb der Erdatmosphäre befindet, und darum, wie die Menschen dort hinkommen.
Inspirierender und handlungsorientierter kann Unterricht gar nicht sein, fand auch Wolfgang Krug, Rektor der Stephan-Brodmann-Schule. Die Idee der Schule und das Engagement der Firma Astrium kreuzten sich: Raumfahrt ist ein Schulthema und während der „Weltraum-Woche“ gibt es rund um den Globus unzählige Veranstaltungen, um junge Menschen für das Weltall zu begeistern.
Jens Levenhagen gelang das super und er staunte nicht schlecht, was einige der Dritt- und Viertklässler schon wissen. Klar, am Raumfahrt-Standort Immenstaad – neben Bremen der einzige Ort in Deutschland wo Weltraumraketen und -Satelliten gebaut werden – wissen die Kinder vielleicht ein bisschen mehr als anderorts, und wollen noch mehr wissen.
Levenhagen, Vater von drei Töchtern, konnte gar nicht alle Fragen beantworten – was aber am zeitlichen Limit lag. Schließlich hatte er Filme dabei vom Start eines Spaceshuttles, von der Landung auf einem Planeten, Bilder von einer Weltraum-Toilette und vielen anderen Details, die die Immenstaader Grundschüler begeisterten. Dass man im All nur angeschnallt schlafen oder Sport treiben kann, dass Astronauten-Nahrung zwar gesund, aber gar nicht (mehr) eklig ist oder wie ein typischer Tagesablauf eines Astronauten aussieht, faszinierte die Schüler.
Was ist der Unterschied zwischen einem Stern und einem Planeten, wie weit ist das All entfernt und warum schwebt da alles… Fragen über Fragen, die bei der Aktion nicht nur theoretisch beantwortet wurden. Fast alle Schüler wollten Levenhagen beim Experiment assistieren. Der Raumfahrtingenieur, Abteilungsleiter Astrium-Regelungstechnik, wählte Klara aus. Und als diese dann zuerst Kopfschutz, danach Kittel und Schuhe anzog, um die Situation im Reinraum zu improvisieren, erhielt sie selbst dabei sachkundige Tipps ihrer Freunde.