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Horgenzell Sänger mit ganz besonderer Note!

02.02.2012
Horgenzell -  Kirchenchor, Theatercafé, Sketche und Bühnenauftritte – wie passt das denn zusammen?, mag sich mancher Leser fragen. Es passt, zumindest beim Kirchenchor Zogenweiler.

Derzeit zählt der Kirchenchor Zogenweiler, der vor mehr als 180 Jahren ins Leben gerufen wurde, 29 Sängerinnen und Sänger. Geleitet wird er von Dirigent Roman Schnetz.  Bild: Kirchenchor Zogenweiler

Die A-cappella-Gruppe „Außer Kontrolle“ des Kirchenchors Zogenweiler (von links): Zita Meschenmoser, Gertrud Reichle, Roman Schnetz, Gertrud Schnetz und Julia Mieruch.

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Bereits vor 180 Jahren wurde er ins Leben gerufen und 1832 zum ersten Mal schriftlich erwähnt – doch er ist heute noch jung, dynamisch, engagiert und einfallsreich wie eh und je. „Wir zählen derzeit 29 Mitglieder, davon 17 Frauen, elf Männer und ich als Dirigent“, berichtet Roman Schnetz, der den Chor seit 1986 leitet. Gesungen wird bei zahlreichen kirchlichen Anlässen im Jahreslauf, aber auch weltliches Liedgut – beispielsweise bei Geburtstagen oder Jubiläen – hat einen festen Platz im Chorleben.

Mit dabei beim SWR4-Chorduell „Wir singen nicht nur im Chor, wir leben unseren Chor auch und stehen für ein lebendiges Miteinander in Kirche und Gesellschaft“, sagt Chormitglied Bernhard Köser und berichtet von fröhlichen Probewochenenden, gemeinsamen Fahrrad- und Wandertouren, mehrtägigen Ausflügen, Grillfesten und anderen „Abenteuern“. Im Juni vergangenen Jahres beispielsweise nahmen die Sängerinnen und Sänger aus Zogenweiler am SWR4-Chorduell auf dem Stuttgarter Schlossplatz teil. „Wir haben zwar leider den erforderlichen Tagessieg ganz knapp verpasst, aber wir hatten eine Menge Spaß“, so Köser.

Und da ist ja auch noch das Theatercafé, mit dem der Chor seit nunmehr 20 Jahren von sich reden macht. Die mehrtägige Veranstaltung jedes Jahr im Frühjahr erfreut sich großer Beliebtheit. „Wortwitz ist garantiert“, sagt Roman Schnetz – aber nicht nur das. Immer wieder greift der Chor in seinen Programmpunkten, die von Theaterspiel bis A-cappella-Gesang reichen, auch brisante aktuelle Themen auf. Versteht sich fast von selbst, dass immer schon im Herbst die Vorbereitungen für das Theatercafé anlaufen. Schließlich müssen Text- und Musikstücke ausgesucht oder selbst geschrieben werden, müssen der Bühnen- und der Organisationsplan vorbereitet und die Programmpunkte einstudiert und geprobt werden. Der Erlös aus den Theatercafés fließe in vollem Umfang in die Chorarbeit – in Chor-Aus- und -Weiterbildungen sowie in Unternehmungen zur Stärkung des Chorgefüges, berichtet der Chorleiter.

In diesem Jahr präsentiert sich der Kirchenchor Zogenweiler mit einem neuen Projekt: Am 11. Februar ist „Die Bühne Zogenweiler“ in Horgenzell zu Gast (siehe Infokasten).

Auch ehrenamtlich engagieren sich die Chormitglieder – beispielsweise beim Bau des Gemeindehauses oder bei kirchlichen Festen und Jubiläen. Von Seiten der Pfarrei erfährt der Chor wohlwollende Unterstützung. „Die kostenlose Nutzung des Pfarrgemeindehauses während der Proben und Aufführungen unseres Theatercafés wissen wir sehr zu schätzen“, betont Bernhard Köser.

„Außer Kontrolle“ Seit zehn Jahren besteht auch eine A-cappella-Gruppe des Kirchenchors Zogenweiler, die bei vielen Anlässen im Einsatz ist – von Geburtstagen und Firmenfeiern bis hin zu Werbeabenden. „Außer Kontrolle“ nennen sich die Sängerinnen und Sänger. „Der Name geht auf eine Begebenheit zurück, bei der ein Zuhörer nach einem unseren divers getexteten Liedern fragte, ob der Rest des Chors denn wisse, was wir da singen“, erzählt Roman Schnetz. „Daraufhin sagten alle wie aus einem Mund: ‚Nein, heute werden wir nicht kontrolliert' – sprich: Wir sind außer Kontrolle. Der Name der A-cappella-Gruppe aus Zogenweiler war gefunden.“

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