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Bei Probenuntersuchungenwurden Keime entdeckt und die Zugabe von Chlor angeordnet

Heiligenberg (leb) Das Trinkwasser in der Gemeinde wird gechlort. Festgestellt wurden Keime bei Probenuntersuchungen. Daraufhin hat das Gesundheitsamt am Landratsamt Friedrichshafen die Chlorzugabe angeordnet. Der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Michael Föll: „Es handelt sich um so genannte Indikationskeime.“ Krankheitskeime seien nicht nachgewiesen worden. Werde aber nichts unternommen, könne sich der Prozess fortsetzen. „Deshalb haben wir die Chlorung angeordnet“, sagt Föll. Coliforme Bakterien oder coliforme Keime werden unter den Bakteriengattungen zusammengefasst, die bei der Wasseraufbereitung und bei der Nahrungsmittelindustrie Verschmutzung meist fäkalen Ursprungs anzeigen. Eine Stufe weiter oben sind die E.coli-Bakterien angesiedelt, die ihre Bedeutung als Lebensmittelvergifter haben. Auswirkungen können dann Erkrankungen unter anderen der Harnwege oder Durchfälle sein. Der stellvertretende Gesundheitsamtschef betont: „Von dem Allen haben wir in dieser Hinsicht aber keine Spuren festgestellt.“ Deshalb wurde auch ein Abkochen des Wassers nicht angeordnet, vielmehr wird eine Kann-Regelung als „zusätzliche Sicherheitsmaßnahme“ empfohlen, das Trinkwasser abzukochen. Die Konzentration der Chlorung entspreche der Trinkwasserverordnung und sei nicht gesundheitsschädlich.

Oft Fäkalien im Trinkwasser:
Das Bayer. Landesamt warnt: Legionellen immer im Trinkwasser, Fäkalkeime in bis zu 33% der Proben.
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