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Heiligenberg Ja zu neuer Hotel-Post-Struktur

31.07.2012
Heiligenberg -  Einstimmig stimmte der Gemeinderat Heiligenberg auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause dem Vorentwurf der 5. Änderung des Bebauungsplans „Ortsetter“ zur Umnutzung des Hotel-Post-Areals sowie dem Umweltreport zu und fasste einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss. Darüber hinaus beschloss der Rat die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und beauftragte die Planstatt Senner mit der Erstellung eines Freiflächengestaltungsplans.

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Die Änderung des Bebauungsplans umfasst im wesentlichen die Verlegung der 1968 festgesetzten Baugrenzen mit dem Ziel, die brachliegenden Flächen des Hotel-Post-Areals umzustrukturieren und einer neuen baulichen Nutzung zuzuführen. Zum Zweck der Offenlegung ist der Entwurf des Bebauungsplans einschließlich eines zeichnerischen Teils, der schriftlichen Festsetzungen, Begründungen und der örtlichen Bauvorschriften bis zum 5. September im Rathaus Heiligenberg einsehbar. Den Beschlussfassungen voraus ging eine detaillierte Erläuterung des Planungsentwurfs durch Johann Senner und Markus Wolf vom Planungsbüro Planstatt Senner. Der Entwurf basiert auf der nunmehr dreijährigen Vorarbeit und auf dem Entwurf „Village“ des Architekturbüros „Aldinger Architekten“, der im Mai öffentlich vorgestellt wurde. Der Entwurf sieht den Abriss der alten Hotel-Post-Gebäude vor. Dafür sollen fünf neue Punktgebäude auf einem gemeinsamen Sockelgeschoss errichtet werden. Zwei davon befinden sich circa sechs bis zehn Meter von der Hangkante entfernt, drei weitere Gebäude befinden sich östlich davon direkt an einem kleinen Hang. Dadurch sind die Gebäude höhenmäßig gestaffelt, damit die Hangsituation weiterhin wahrnehmbar bleibt. Die zwei westlichen Gebäude sind mit vier Stockwerken plus Satteldach vorgesehen. In der östlichen Bauzeile sind die beiden nördlichen Gebäude mit Tiefgarage, Sockelgeschoss, drei Vollgeschossen und Satteldach sowie das südlichste Gebäude mit Tiefgarage, Sockelgeschoss, vier Vollgeschossen und Satteldach vorgesehen. Die Tiefgarage mit 51 Stellplätzen ist über eine Zufahrt von der Salemer Straße aus erreichbar. Die zwei beziehungsweise drei Punktgebäude liegen jeweils direkt auf einer Nord-Süd-Achse und sind auf der Ost-West-Achse versetzt, damit Sichtachsen hergestellt werden und die Blickbezüge über die Hangkante hinaus Richtung Salemer Tal, Bodensee und Alpen von allen Gebäuden aus möglich sind.

Zwei der drei östlichen Gebäude sollen zukünftig wieder als Hotel genutzt werden, das zudem ein Café mit attraktiver, südorientierter Terrasse enthalten soll. Im Sockelgeschoss ist eine Nutzung mit Konferenzräumen angedacht. Die weiteren Gebäude sollen hauptsächlich zum Wohnen genutzt werden.

Der Entwurf sieht ferner in einem zweiten, derzeit unbebauten Baufenster die Option zur Errichtung eines weiteren Gebäudes vor. Um sicherzustellen, dass sich dort ein neuer Baukörper in die Umgebung eingliedert, werden als Dachform ein relativ steil geneigtes Satteldach sowie die Erdgeschossfußbodenhöhe und die maximale Firsthöhe festgesetzt.

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