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Heiligenberg Feuerwehrauto für 280 000 Euro

10.02.2012


Neues Fahrzeug ist im Gemeinde-Etat die mit Abstand teuerste Anschaffung

– Satte 280 000 Euro will sich die Gemeinde Heiligenberg den Feuerschutz und damit die Sicherheit ihrer Bürger kosten lassen. Dies wurde bei der öffentlichen Gemeinderatssitzung anlässlich der Beratung des Vermögenshaushaltes für 2012 bekannt. Der Etat war von der Gemeindeverwaltung im Entwurf vorgelegt worden, er ist noch nicht beschlossen.

280 000 Euro kostet die geplante Neubeschaffung eines so genannten Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs vom Typ „HLF10/6“, das von der Radnabe bis unter das Dach mit feuerwehrtechnischer Ausrüstung zur Brandbekämpfung, aber auch zur Hilfeleistung bei Unfällen vollgestopft ist. Neben eingebautem Wassertank, Schläuchen, Leitern und einer Feuerlöschkreiselpumpe gehört beispielsweise auch die „hydraulische Rettungsschere“ zur Befreiung von eingeklemmten Fahrzeuginsassen nach einem Verkehrsunfall dazu. Heiligenberg rüstet sich damit mit einem hochmodernen und sehr vielseitigen Feuerwehrauto für Einsätze, die hoffentlich nie stattfinden. Diese Anschaffung stellt mit Abstand die größte Investition der Gemeinde im laufenden Jahr dar, gefolgt von 65 000 Euro zur Kredittilgung und 50 000 Euro (Vorjahr 15 000 Euro) für die Fortführung der Projektentwicklung des „Hotel Post Areals“. Nach Klärung von Fragen zum Naturschutz, zu Frostbelangen und zum Umweltschutz stehen dort jetzt Probebohrungen zur Baugrunduntersuchung an. „Wir rechnen für das Bebauungsplanänderungsverfahren und für Baugrunduntersuchungen mit maximal 50 000 Euro, mehr darf es auf keinen Fall werden“, erläuterte hierzu Bürgermeister Frank Amann.

Ferner wurde bereits im Januar ein neuer Salzstreuer für 17 500 Euro und neue Möbel für das Bürgerbüro/Einwohnermeldeamt für insgesamt 7500 Euro angeschafft. Dazu kommen im Haushaltsplan weitere kleinere Investitionen im Bereich von 2500 bis 5000 Euro. Insgesamt hat der Haushaltsplan auf der Einnahmen- und Ausgabenseite ein Volumen von je 461 000 Euro. Wie Kämmerer Andreas Irmler erläuterte, sollen diese Investitionen durch Grundstücksverkäufe (301 650 Euro), bereits bewilligte Zuschüsse zum Feuerwehrauto (insgesamt 118 000 Euro), Zuschuss aus dem Ausgleichsstock für das Gemeindehaus Wintersulgen (25 000 Euro), Darlehensrückflüsse der Wasserversorgung (12 000 Euro) und der Zuführung vom Verwaltungshaushalt (4450 Euro) gegenfinanziert werden. Eine neue Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

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