Heiße Rhythmen und scharfes Essen beim „Mexican Ball“ im Gwandhaus
„Man hätte es ja wissen können“, mögen sich die Besucher des Hagnauer „Mexican Ball“ gedacht haben, die irgendwann zwischen 20 und 21 Uhr gekommen waren und nahezu gähnende Leere vorfanden. Nichts los, Flop, schlechte Party? Mitnichten – einfach nur zu früh.
Um 22 Uhr war die Halle im Gwandhaus plötzlich gut gefüllt und füllte sich immer mehr. Und mit den Leuten kamen auch die Kapellen und mit denen wiederum die Stimmung. Am Ende war die Party so fetzig, dass viele Besucher das angekündigte „open end“ bis in die Morgenstunden verlegten. Um 4 oder 5 Uhr gingen auch von jenen viele erst nach Hause, die morgens um 9 Uhr schon wieder mit anpacken mussten: Schließlich stand der große Umzug bevor und wollte vorbereitet sein.
Das Fazit der Organisatoren war rundweg positiv: Die zweite Auflage des „Mexican Ball“ machte Spaß und war auch finanziell kein Misserfolg. Statt der erwarteten fünf kamen letztendlich sieben Kapellen und sorgten für Ausgelassenheit und Spaß. Die Schalmeien Kippenhausen machten den Anfang, dann spielte der heimische Fanfarenzug. Der Fanfarenzug Kakadu aus Wolpertswende mischte die Besucher ebenso auf wie das Chaosorchester aus Neukirch. Außerdem kamen die „Frosties“ und die Lumpenkapellen aus Taldorf und aus Fronhofen. Dazwischen legte DJ Axel Rosenberger Platten auf. An Musik mangelte es also nicht.
Doch Geschmäcker sind verschieden. Waren die einen begeistert von der Vielfalt der Musik, war es anderen zuviel des Guten. „Kaum kam Stimmung auf, wechselte schon wieder die Kapelle“, beschrieb eine Meersburgerin ihren Unmut. „Ich fand den Ball im vorigen Jahr schöner.“ Einigen älteren Semestern war die Musik prinzipiell zu laut; aber für sie war der Ball ja auch nicht in erster Linie gedacht. Vielen Jungen aber gefiel der Ball. Sie tanzten ausgelassen zu den Rhythmen der Gruppen, fuhren quer durch die Halle mit den aufgestellten Sesseln Schlitten, nutzten die kleine Bar im Seitenflügel oder die große Bar in der Halle, genossen ein Chili con carne und freuten sich über ein echtes Jugendfest, das vermutlich 2013 eine Neuauflage erlebt.