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Hagnau Betörende klangliche Vielfalt

31.08.2011
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Hagnau – Nach dem Eröffnungskonzert des vierteiligen Konzertzyklus' in Bad Waldsee präsentierten sich zum 33. Mal Lehrer und Dozenten der Meersburger Sommerakademie in einem Kammerkonzert unter der Leitung von Klaus Kärcher.

Die außergewöhnliche Atmosphäre des kleinen Reinhard-Sebastian-Zimmermann-Saales im Hagnauer Rathaus mit Blick über den See bot dazu den besonderen Rahmen. Das Kammerkonzert wie auch die nachfolgenden Serenaden- und Chorkonzerte in Meersburg und Markdorf sind überschrieben mit „Venezia e Musica“ und spannen einen Bogen zwischen der romantischen Lagunenstadt Venedig und der Musik in der Renaissance- und Barockzeit.

Beginnend mit dem italienischen Opernkomponisten Giuseppe Cambini, spielten die Musiker das Bläserquintett Nr. 1 B-Dur op. 4 für Flöte (Annette Bronner), Oboe (Klaus Kärcher), Klarinette (Michael Reich), Horn (Ulrike Schliens) und Fagott (Elke Pantel) in großer klanglicher Vielfalt.

Mit dem Flötenquartett D-Dur KV 285 von Wolfgang Amadeus Mozart begeisterten an der Querflöte Matthias H. Nitsche, Konzertmeisterin Julia von Hasselbach (Geige), Cellistin Simone Woll und auf der Bratsche Elke Schön. Große Leichtigkeit, Spielfreude und eine oft in Führung gehende, technisch brillante Querflöte mit silbrig hellem Klang zeichnete dieses Werk aus. Ebenfalls mit Nitsche besetzt war das Duett „Dialogo angelico für zwei Flöten“ zusammen mit Annette Bronner von Goffredo Petrassi, einem der einflussreichsten italienischen Komponisten der modernen klassischen Musik, der erst 98-jährig in Rom verstarb.

Im nachfolgenden Quartett für Flöte (Nitsche), Oboe (Joachim Merz), Violine (Gisela Weisschedel) und Viola (Ingrid Langer) des zeitgenössischen Komponisten Gunther Martin Göttsche bot sowohl der Oboist mit seinen bereits 24 Jahren Zugehörigkeit zur Sommerakademie, dem wieder brillant spielenden Querflötenspieler und den beiden Streicherinnen höchsten Kunstgenuss, der sich in dem dankbaren Beifall der Zuhörer niederschlug.

Hornist Philipp Ahner, Leiter der Sommerakademie, freute sich, dass es endlich gelungen sei, den in Rain geborenen Franz Lachner aufs Programm zu setzen. Von diesem Komponisten erklangen als Höhepunkt des Abends Auszüge aus seinem Septett Es-Dur für Flöte (Matthias H. Nitsche), Klarinette (Werner Buchmann), Horn (Ahner), Violine (Konzertmeisterin Brigitte Schnabel), Viola (Elke Schön), Cello (Holger Best) und Kontrabass (Günter Holz). Lachner gehörte zu den bedeutendsten Vokal- und Instrumentalkomponisten seiner Zeit (1803 bis 1890).

Am Ende bildeten die zahlreichen Musiker vor der kleinen Bühne eine schier endlos lange Reihe und bedankten sich für den enthusiastischen Applaus der Zuhörer.

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