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Hagnau Aus dem Leben von Pater Walter

Pater Klaus Walter erzählte beim Altenwerk eindrucksvoll aus seinem Leben

Dieser Nachmittag des Altenwerks Hagnau wurde zu etwas ganz Besonderem. Stand doch Pater Klaus Walter ganz im Mittelpunkt, der seit 2003 als Kooperator in der Seelsorgeeinheit Meersburg gewirkt und Anfang des Jahres in Immenstaad in den Ruhestand verabschiedet worden war. Nach einer kurzen Andacht, die er mit den Senioren gehalten hatte, begleitet an der Orgel von Werner Schweickhart aus Meersburg, stellte der Pater in seiner Ansprache die Auswirkungen von Terrorismus, Kriegen, Vertreibungen und Massenmorden, von denen vielfach Christen und Jesiden betroffen sind, in den Mittelpunkt. Er fragte: Was würde Jesus heute sagen angesichts der vielen Flüchtlingen, die bei uns Hilfe und Schutz, erhoffen?

Monika Baur begrüßte für das ökumenische Altenwerk die Gäste, bevor Beate Huber das Dankschreiben eines indischen Kinderheims vorlas, das im November eine Spende aus dem Reiseüberschuss der Altenwerksreiseabteilung Werner Hiestand erhalten hatte. Baur dankte den anwesenden Senioren, die durch Kuchenspenden und das obligatorische Spendenkörble die Altenwerkkasse für soziale Zwecke füllen. Deshalb sei es möglich, dass sie, im Namen des Altenwerks, nach der hohen Spende ans Kinderheim Bethlehem und an die Nachsorgeklinik Tannheim im Advent, nun auch an Pater Klaus Walter ein angemessenes Geschenk anlässlich seines offiziellen Abschieds überreichen konnte. Er erhielt unter kräftigem Applaus 250 Euro als Taschengeld für seine Romreise, die ihm die Seelsorgeeinheit bei der Verabschiedung in Immenstaad überreichte.

Nun gehörte der Nachmittag ganz Pater Walter. Er begeisterte mit seiner Lebensgeschichte, die er mit Fotos illustrierte. Er berichtete über seine Familie und seinen Kinderjahren in Schlesien, von Krieg und Vertreibung und wie die Mutter mit sieben kleinen Buben die Heimat in Viehwaggons verlassen musste. Der Vater war als Flaksoldat getötet worden. Er erzählte aber auch von wunderbaren Begegnungen mit Menschen, die immer wieder unverhofft seine Wege kreuzten. Wie es ist, in einer völlig neuen Welt zurecht zu kommen, davon erzählte er auch und wie sich mit der Zeit neue Freundschaften entwickelten. Seine Wege führten nach Rom und Paris und auch in Deutschland an verschiedene Orte. Jetzt, meint er, wolle er hier auf Schloss Hersberg bleiben. Offiziell sei er jetzt Priester im Ruhestand, das bedeute für ihn allerdings, Priester in Rufbereitschaft – und das wolle er auch gerne sein.

Mit viel Applaus dankten die Senioren Pater Walter. Bei anschließenden Gesprächen kam zum Ausdruck, wie dieser Lebensbericht bei den Senioren manche Erinnerung an die eigene Kindheit wach rief. Monika Baur lud Walter zu allen Hagnauer Seniorenveranstaltungen ein.

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