Friedrichshafen Viele Studenten der Zeppelin-Universität erfüllen sich den Traum vom eigenen Unternehmen

Studenten der Zeppelin Universität Friedrichshafen werden bei ihrer Selbstständigkeit durch das Netzwerk "ZU Pioneer Port" unterstützt. Jungunternehmer geben Tipps für den Aufbau einer Firma: von der Idee über das Kapital bis zum Netzwerk.

Selbstständig arbeiten, der eigene Chef sein, eine tolle Idee erfolgreich umsetzen und seinen Traumberuf aufbauen: Das klingt nach Freiheit, ist aber mit viel Arbeit verbunden. Immer mehr Studenten und Hochschulabgänger machen sich mit besonders innovativen Ideen selbstständig. Oft werden Sie dabei durch die Universitäten mittels umfangreichen Netzwerken oder besonderen Programmen für Gründer unterstützt.

Studenten der Zeppelin Universität (ZU) in Friedrichshafen werden bei Unternehmensgründungen von Anfang an aktiv unterstützt. "Laut der 2013 erschienenen Studie 'Gründungsradar – Hochschulprofile in der Gründungsförderung' des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gehört die ZU zu den Universitäten, in denen Gründer am besten gefördert werden", berichtet Sebastian Paul, Universitätskommunikation ZU. Die Förderungen geschehen, so Paul, in der Praxis durch den "ZU Pioneer Port", einer zentralen Anlaufstelle für Studenten, die mit dem Gedanken spielen, ein Start-up zu gründen oder ein existierendes Unternehmen zu übernehmen. "Zu dessen Aufgaben gehört es auch, die Kooperation mit den Lehrstühlen an der ZU und dem studentischen 'Entrepreneurs Club' einerseits und externen Unternehmen und Investoren andererseits zu verstärken", so Paul.

Mehr als 120 Gründungen an der Zeppelin-Universität

In den vergangenen Jahren haben sich an der ZU mehr als 120 Unternehmen gegründet. Eines davon ist "DeinBus.de". Diese Gründung von Studenten war Pionier und Wegbegleiter für den gesamten liberalisierten Fernbusmarkt. "Heute hat es mit den entsprechenden Entwicklungen zu kämpfen", sagt Paul. Immer noch erfolgreich ist der Aufbau der Firma "knusperreich". Die gegründete Keksmanufaktur kooperiert unter anderem mit "mymuesli". Ebenso "Rock your Life!", ein Sozialunternehmen, das inzwischen deutschlandweit Mentorenbeziehungen zwischen Hauptschülern und Studenten stiftet, "Stilnest", ein Verlagshaus für Designerschmuck im 3D-Druck sowie "parkpocket", eine mobile Navigations-App, die bei der Parkplatzsuche hilft, sind einige positive Beispiele von Unternehmensgründungen an der ZU.

 

Um eine Firma erfolgreich zu machen, bedarf es neben vielen weiteren Faktoren auch einen optimalen Standort. "Friedrichshafen war und ist in seiner gesamten Entwicklung maßgeblich geprägt von Gründer-, Unternehmer-, Erfinder- und Tüftlergeist. Und die Zeppelin-Universität ist ein Teil Friedrichshafens", betont Paul. Seiner Meinung nach ist die Industriestadt ein gutes Pflaster, um ein Unternehmen zu gründen.

An der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) in Ravensburg spielen Unternehmensgründungen von Studenten eine weniger große Rolle, als an der ZU. "Unsere Studenten haben für das Studium parallel einen Arbeitsvertrag mit einem Unternehmen unterschrieben", erklärt Elisabeth Ligendza, Leitung Hochschulkommunikation DHBW. Weil die Studenten abwechselnd drei bezeihungsweise sechs Monate an der Hochschule und die gleiche Dauer im Unternehmen sind, bleibe ihnen da, so Ligendza, nicht mehr viel freie Zeit. "Während ihres ganzen Studiums bekommen sie zudem ein Gehalt von den Unternehmen und gehen gegenüber den Firmen mit dem Vertrag natürlich auch eine gewisse Verpflichtung ein", weiß Ligendza. Aus diesem Grund leiste die Hochschule keine direkte Unterstützung, falls sich Studierende während des Studiums schon selbstständig machen.

Dennoch gibt es auch an der DHBW Studierende, die im Laufe ihres Studiums ein Unternehmen gegründet haben. "Ich kenne eine aktuelle Studentin, die in München eine Babysitter-Vermittlung gegründet hat und einen Studenten, der im Bereich Veranstaltungstechnik selbstständig ist. Zudem weiß ich, dass einige Studierende im Mediendesign mit einzelnen Projekten selbstständig tätig sind neben dem Studium", spricht Ligendza über ihre Erfahrungen. Sie findet, dass sich die Selbstständigkeit in Friedrichshafen in bestimmten Branchen eher anbietet: "Das ist etwa im Bereich Medien oder auch Messe/Kongress/Event. In der Technik, die ja am Campus Friedrichshafen unterrichtet wird, sind unsere Studenten und Absolventen zu Beginn ihrer Karriere nach meiner Beobachtung zunächst vor allem in Firmen angestellt."

 

"ZU Pioneer Port"

Zu den Aufgaben des bereits erwähnten "ZU Pioneer Port" gehört es nach Angaben von Sebastian Paul auch, studentischen Gründungen bei der Erstellung der Businesspläne zu beraten und während der gesamten Aufbauphase zu begleiten. Die ZU selbst unterstützt studentische Existenzgründer nicht nur über Lehrveranstaltungen, Workshops, Beratungsangebote und Netzwerkzugänge – obendrein stellt sie Gründern und Gründungsinteressierten den Freiraum und die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung. "Finanziell gefördert werden viele studentische Gründungen – wie bereits genannt – von teils namhaften Unternehmen", sagt Paul.

  • Informationen auf der Webseite der ZU finden Sie hier.

 

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