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Friedrichshafen Tücken der Luftfahrt

29.09.2012
Friedrichshafen -  Durch Flugzeuge ausgelöste Luftverwirbelungen bergen Gefahrenpotential:Jüngste Schäden: Durch Wirbelschleppen beschädigt wurden vor nunmehr zwei Wochen die Dächer der Häuser Keplerstraße 24 und 26. Dieser Straßenzug liegt außerhalb des bestehenden Wirbelschleppen-Vorsorgegebiets. Der Sachschaden belief sie auf rund 1000 Euro, der Einsatz der Feuerwehr kostete eine ähnlich große Summe.Wirbelschleppen sind unsichtbare Luftverwirbelungen, ausgelöst durch einen Druckausgleich während eines Fluges.
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Während des Fluges herrscht an der Oberseite der Tragfläche eines Flugzeuges Unterdruck, an der Unterseite Überdruck. Am Ende des Flügels kommt es zu einer Ausgleichsreaktion. Die durch die Vorwärtsbewegung des Flugzeugs entstehenden beiden Wirbel, an jedem Tragflächenende einer, schleppt das Flugzeug mehr oder weniger lange hinter sich her. Die Wirbel driften vom Flugzeug weg nach außen. Weil ihre Kraft allmählich nachlässt, sinken die Schleppwirbel nach unten. Deren Stärke hängt vor allem von Größe, Gewicht und Gestalt des Flugzeugflügels ab. So sind die Wirbelschleppen eines Jumbo-Jets erheblich größer und damit gefährlicher, als die einer kleinen Maschine.

Zuschüsse: Das Land Baden-Württemberg hat nach den Angaben des Verkehrsministeriums im Zeitraum zwischen 1998 und 2006 die Vorsorgemaßnahmen der Flughafen Friedrichshafen GmbH zum Schutz vor Wirbelschleppen-Schäden mit insgesamt rund 620 000 Euro bezuschusst. Nach der grün-roten Koalitionsvereinbarung muss der Flugverkehr inzwischen seine Kosten selbst erwirtschaften. Deshalb gibt es keine Finanzhilfen des Landes mehr für solche Vorsorgemaßnahmen.

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