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Friedrichshafen Zwei Preisträger begeistern das Publikum

18.10.2010


Bet Williams und Alfred Mittermeier erhalten den oberschwäbischen Kleinkunstpreis „Ravensburger Kupferle 2010“

Ravensburg – „Diese Sängerin hat eine Ausstrahlung, der kann man sich nicht entziehen“, meinte eine Besucherin der Zehntscheuer voll Bewunderung, als die amerikanische Sängerin Bet Williams ihren zweiten Song anstimmte. Die Preisträgerin des oberschwäbischen Kleinkunstpreises Kupferle 2010 verzauberte in wenigen Minuten mit ihrer Band das bunt gemischte Publikum. Mit einem deutschen Schlagzeuger, einem schwedischen Gitarristen sowie ihrem Lebens- und Bühnenpartner John Hodian, der die Songs der vierköpfigen Gruppe arrangiert, viele auch selbst schreibt und hervorragend Klavier und Keyboard spielt, begeisterte die „amerikanische Ausnahmesängerin und Gitarristin Bet Williams“, wie Laudator Michael Borrasch betonte, mit ihrer Band und Musik. Nicht nur ihre glasklare und ausdrucksstarke Vier-Oktaven-Stimme fesselte das Publikum, auch das enorme Repertoire der Band faszinierte: Egal ob Folkrock-Country, Lieder mit armenischem Hintergrund oder Weltmusikklänge – alle Stücke wirkten authentisch und sehr emotional. „Die spielen ihre Musik nicht nur, sie leben diese auch“, so ein Zuhörer. „Wir kommen wieder nach Ravensburg“, versprach Bet Williams. Am 25. März 2011 ist die Band erneut in der Zehntscheuer zu Gast.

Die Lacher auf seiner Seite hatte der bayerische Kabarettist Alfred Mittermeier. Er erhielt das Kupferle 2010 für „sein eigenständiges, gegen jeden Strich gebürstetes und trotzdem geschliffen unterhaltsames Wortkabarett“, so die Urkunde. „Wenn das so weiter geht, wird man an mir in den Geschichtsbüchern nicht vorbeikommen“, zeigte sich Mittermeier selbstbewusst und ließ kaum ein Feld kabarettistisch unbeackert. Die Politik, die Ehefrauen, Mütter und Väter, die Franzosen, die Kirche oder auch die zehn Gebote wurden seiner kabarettistischen Prüfung unterzogen und humorvoll-scharfzüngig analysiert. Auch das Publikum bezog Mittermeier immer wieder mit ein und konterte schlagfertig.

Der mit 6000 Euro dotierte oberschwäbische Kleinkunstpreis, das Ravensburger Kupferle, wird seit 1989 jedes Jahr an zwei herausragende Künstler vergeben. Ohne Sponsoren, betonte der Vorsitzende Wolfgang Engelberger, wäre dies nicht möglich. Er nahm seine letzte Kupferle-Preisverleihung als Vereinsvorsitzender zum Anlass, seinen Vorstands- und Vereinskollegen für die gute Zusammenarbeit zu danken. Vor 27 Jahren war der Förderkreis Zehntscheuer ins Leben gerufen worden. Rund 2500 Veranstaltungen seien seither ehrenamtlich organisiert worden. Die im Zuge der Sparmaßnahmen erfolgten Zuschusskürzungen in Höhe von 10 000 Euro seien schmerzlich für die Zehntscheuer. „Wir engagieren uns aber weiterhin für unser Publikum, für Stadt und Region – und für uns selbst“, versprach Engelberger. „Unvergessliche Begegnungen sind unser Lohn.“

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