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27.07.2012  |  0 Kommentare

Friedrichshafen Zeppelin kehrt zurück

Friedrichshafen -  Forschungs-Luftschiff nach 118 Flugstunden fürs Daten sammeln aus Italien zurückgekehrt

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Der Zeppelin NT ist von einer Forschungsreise aus Italien sicher nach Friedrichshafen zurückgekehrt, heißt es in einer Mitteilung der Zeppelin-Reederei. Der Forschungs-Zeppelin war am 14. Juni in die Region um Bologna aufgebrochen. Ausgestattet mit rund 1000 Kilogramm spezieller Messtechnik sammelte der Zeppelin NT in 118 Flugstunden und 40 Minuten Daten zur Zusammensetzung der Atmosphäre sowie zu den chemischen Prozessen innerhalb der planetarischen Grenzschicht (100 bis 200 Meter). Damit ist die zweite Zeppelin-Messkampagne des EU-Großforschungsprojektes Pegasos beendet. Vor dieser Südtour waren die Wissenschaftler mit dem Zeppelin in Mitteleuropa unterwegs: Im Mai 2012 untersuchten Sie für drei Wochen die Luftmassen in der Region um Cabauw in den Niederlanden. Die dritte und abschließende Messreihe wird den Zeppelin laut Mitteilung im April 2013 in den europäischen Norden nach Finnland führen.

Thomas Mentel vom Institut für Energie- und Klimaforschung des Forschungszentrums Jülich habe sich sehr erfreut über die Qualität der Messungen und die gewonnen Daten gezeigt: „Wir bringen viel versprechende Messergebnisse aus Italien mit. Insbesondere zum Thema Nukleation haben wir sehr interessante Erkenntnisse gewonnen. Zur Kopplung der Dynamik und Chemie in der planetarischen Grenzschicht, also in der Luft, in der wir leben, haben wir ebenso wichtige neue Informationen erhalten“, wird er zitiert.

Das Zeppelin-Team freue sich über die Erfolge der Wissenschaftler und insbesondere über den Verlauf der Tour. Erneut habe sich der Zeppelin NT als fliegendes Labor bewährt und seine Vielseitigkeit unter Beweis gestellt.

Die hohen Temperaturen in der Po-Ebene erforderten viel Planungsarbeit und Flexibilität im Flugbetrieb. Die Messflüge starteten meist in den frühen Morgenstunden. Insgesamt drei verschiedene Kabinenlayouts beziehungsweise Sets an Messtechnik hatten die Klimaforscher bei der Tour dabei. Mit den tagesaktuell gewonnen Daten richteten die Forscher die Messungen und somit die erforderliche Messtechnik für den nächsten Flugtag entsprechend aus. Hans Paul Ströhle, verantwortlicher Pilot der Südkampagne, und die Zeppelin-Crew analysierten parallel die Wettervorhersagen und die luftschiffspezifischen Parameter sowie die möglichen Flugprofile. Somit wurde der Ablauf der nächsten Messung mehrmals täglich abgestimmt.

Im SÜDKURIER-Themenpaket finden Sie alle Neuigkeiten, Bilder und mehr rund um das Luftschiff Zeppelin, das fliegende Wahrzeichen der Stadt Friedrichshafen.

Alle Informationen zum Thema 175 Jahre Graf Zeppelin

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