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Friedrichshafen Vita Saccone will die Modewelt erobern

Vita Saccone von der Friedrichshafener Bernd-Blindow-Schule hat das Finale eines Nachwuchswettbewerbs "Style Award 2013" erreicht. Saccone konzentriert sich voll auf Modedesign.

Vita Saccone, im dritten Jahr an der Bernd-Blindow-Schule Friedrichshafen, ist eine von 60 Finalistinen des Nachwuchswettbewerbs „Style Award 2013“.

 

Mit Ihren 19 Jahren sind Sie ein ziemlich junges Nachwuchstalent der Modewelt. Wie kam es zu Ihrem Wunsch, in die Modebranche einzusteigen?

 

Modedesignerin wollte ich schon im Alter von vier Jahren werden. Kunst machte ich als Kind aus allem, was mir in die Finger kam, ich malte ständig irgendetwas an oder bastelte an Alltäglichem herum. Als Modedesignerin kann ich aus allen möglichen Materialien Neues gestalten. Ob Müllbeutel oder Schallplatten – ich verarbeite nahezu alles zu Kleidungsstücken. Daran habe ich extrem viel Freude.

 

Mit Ihrem Modell „Lightflash“ kamen Sie ins Finale des „Style Awards 2013“. Ein eher ungewöhnliches Kleid mit Leuchtelementen und Drahtgestell. Was wollen Sie mit dieser Kreation zum Ausdruck bringen?

 

Das Kleid stellt einen Lichterrausch bei Nacht dar. Die faszinierende Skyline und Farbspiele künstlerisch zu verkörpern, das war mein Ziel. Die neutrale Technik kombinierte ich dazu mit der femininen Modewelt. Die Schnitte und Stoffe sind weich und feminin. Den robusten Kontrast bilden LED-Lichter und das Drahtgestell.

Ist Ihnen die Umsetzung der Idee schwer gefallen?

Es war eine völlig neue Herausforderung für mich, mit den Materialien zu arbeiten. In der Ausbildung habe ich das professionelle Schneidern gelernt, aber über Technik weiß ich relativ wenig. Der Techniker Niklas Ludwig half mir deshalb bei den LED-Lichtern. Er montierte sie in aufwändiger Handarbeit einzeln an das Drahtgestell. Für das gesamte Modell mit Technik brauchten wir 55 Stunden.

 

Viel Freizeit blieb dabei nicht für Sie übrig…

Ich beschäftige mich ohnehin in meiner Freizeit ausschließlich mit neuen Ideen und Modekreationen. Mode und Design sind mein Lebensinhalt. In einem Nebenprojekt schneidere ich derzeit zum Beispiel das gesamte Bühnenoutfit einer Band.

 

Es gibt viel Konkurrenz in der Modebranche. Wie schätzen Sie die beruflichen Chancen ein, als Modedesignerin erfolgreich zu werden?

Es ist wichtig, mit seinen Erfindungen aus der Menge hervorzustechen. Wenn man ein Ziel anstrebt, Liebe und Leidenschaft für eine Sache mitbringt, dann kann man meiner Meinung nach Erfolg haben. Aber ich gebe zu, dass es kein einfacher Beruf ist.

 

„Das Leben selbst ist die größte Inspiration überhaupt“ äußerten Sie in Ihrem Motivationsschreiben für den Style Award. Was inspiriert Sie am Leben?

Die Eindrücke des Lebens. Alles, was ich sehen und erleben kann, inspiriert mich. Das fängt schon beim Beachten von kleinen Dingen an, beispielsweise in der Natur. Viele sehen gar nicht mehr, was um sie herum geschieht.

Freuen Sie sich auf die Award-Show?

Ich habe eine unglaubliche Vorfreude auf die Award-Show und allgemein auf meine Zukunft. Ich möchte auf jeden Fall nach meiner Ausbildung ein Jahr im Ausland verbringen. Kreative Ideen kommen, wenn man viel erlebt und sieht. Am liebsten würde ich nach Moskau reisen. Meine Mutter ist Russin, deshalb kann ich die Sprache. Auch ein Praktikum in München habe ich geplant. Was danach kommt, weiß ich noch nicht, ich lasse mich einfach vom Leben leiten.


 

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