Die Satelliten „Sentinel-2A“ und „Sentinel-3A“ werden mit einer Rockot-Trägerrakete ins All geschossen. Hierfür sind Verträge unterzeichnet worden. „Sentinel-2A“ ist von Astrium in Friedrichshafen gebaut worden.
– Die Eurockot Launch Services GmbH, das in Bremen ansässige Gemeinschaftsunternehmen von Astrium und Khrunichev Space Center, hat gestern seinen Auftragsbestand für Startdienste mit der Rockot-Trägerrakete um zwei neue Verträge mit der Europäischen Raumfahrtagentur ESA erweitert. Eurockot wird ab Ende 2013 die beiden Satelliten „Sentinel-2A“ und „Sentinel-3A“ für das europäische Erdbeobachtungsprogramm „Global Monitoring for Environment and Security“ (GMES) mit zwei Rockot-Trägerraketen vom Startplatz Plesetsk in Nordrussland in erdnahe Umlaufbahnen bringen. Eurockot gewann diese beiden Aufträge bei einer internationalen Ausschreibung der ESA, teilt das Unternehmen mit.
Die Unterzeichnung der Verträge durch Volker Liebig, Direktor ESA-Erdbeobachtungsprogramme, und Matthias Oehm, Geschäftsführer Eurockot Launch Services GmbH, fand in Anwesenheit des Bremer Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, Martin Günthner, sowie des Chefs von Astrium Space Transportation, Alain Charmeau, in den Räumen der Bremer Handelskammer statt. GMES besteht aus den Satelliten „Sentinel 1“ bis „Sentinel 5“ und soll 2014 den Betrieb aufnehmen.
Der von Astrium in Friedrichshafen gebaute „Sentinel-2A“ wird hoch aufgelöste Bilder zur Landüberwachung liefern. Diese sollen in den Bereichen Landnutzung, Kartografie, Waldüberwachung, Naturkatastrophen und humanitäre Hilfe verwendet werden. „Sentinel-3A“ wird Bilder mittlerer Auflösung für die Ozeanografie und Überwachung der Vegetation liefern. Hersteller des Satelliten ist ThalesAleniaSpace in Cannes.