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Friedrichshafen Vermeintliche Bombe ist ein Holzklotz

08.08.2012
Friedrichshafen -  Für Aufregung und kurzzeitige Sperrungen des angrenzenden Straßen- und Bahnverkehrs hat am Dienstagabend, gegen 17.45 Uhr, der Fund eines verdächtigen Gegenstandes auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs in Friedrichshafen gesorgt. Am Mittwochmorgen wurde Entwarnung gegeben: Bei der vermeintlichen Bombe handelt es sich nach Angaben der Polizei um einen kegelförmigen Holzklotz.

Die Bombe, die sich als Holzklotz entpuppte.  Bild: Polizei

Dieses Objekt sorgte am Dienstagabend für Aufregung in Friedrichshafen. Nachdem zunächst davon ausgegangen wurde, auf eine Bombe gestoßen zu sein, gaben Experten am Mittwochmorgen Entwarnung. Es handelt sich lediglich um einen Holzklotz.  Bild: Polizei

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Ein Baggerfahrer hatte bei Abbrucharbeiten ein verdächtiges Objekt freigelegt, bei dem es sich auch um einen Sprengkkörper aus dem Zweiten Weltkrieg hätte handeln können. Auf dem Areal entsteht die neue Hauptverwaltung für ZF. Die Polizei sperrte vorsorglich den Fundort ab und veranlasste die Räumung der Baustelle sowie mehrerer Gebäude und Kleingärten in der Nähe. Die Bundespolizei veranlasste eine kurzzeitige Unterbrechung des am Baugelände vorbeiführenden Bahnverkehrs und überprüfte mehrere in der Nähe abgestellte Güterwaggons auf mögliches Gefahrgut.


Wie die Polizei am Mittwochvormittag mitteilte, erbrachte ein noch am Dienstagabend an den Kampfmittelbeseitigungsdienst übersandtes Foto des freigelegten Gegenstandes jedoch ernsthafte Zweifel, dass es sich hierbei tatsächlich um einen Sprengkörper handelt. Deshalb wurden die Absperrmaßnahmen gegen 19.30 Uhr wieder aufgehoben, die weiteren Baumaßnahmen auf dem Gelände blieben jedoch unterbrochen. Am Mittwochvormittag konnte schließlich endgültig Entwarnung gegeben werden nachdem die Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes vor Ort feststellten, dass es sich bei der vermeintlichen Bombe um einen kegelförmigen Holzklotz handelte.


In Friedrichshafen auf Weltkriegs-Bomben zu stoßen, ist alles andere als abwegig. Große Teile der Stadt wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Immer wieder werden seither Überbleibsel jener Zeit entdeckt.


Bombenfunde in Friedrichshafen
  • Juni 2012: Bei Reparaturarbeiten der TWF an einer Gasleitung an der Ecke Goethe-/Beethovenstraße wurde eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Bewohner von zwei Häusern mussten auf Anweisung der Polizei ihr Haus umgehend verlassen. Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärften die Phosphorbombe.
  • November 2008: Aufatmen: Nach aufwändigen Grabungen direkt neben der Bodenseesporthalle hatte der Kampfmittelsuchtrupp Entwarnung geben. Eine im Erdreich vermutete Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde nicht gefunden. Am späten Abend wurde die Baustelle schließlich geschlossen.
  • Oktober 2008: Der Fund einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg sorgte Allmannsweiler für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. Rund 900 Anwohner mussten aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Gegen 19.30 Uhr war die Bombe entschärft. Entdeckt wurde die 250-Kilo-Bombe auf einem privaten Grundstück oberhalb des Wiggenhauser Weges. Ein Landwirt hatte eine Privatfirma mit der Suche nach möglichen Relikten aus dem Zweiten Weltkrieg beauftragt.
  • August 2007: Weitere drei jeweils 250 Kilogramm schwere Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg wurden in einer Wiese in Efrizweiler gefunden und entschärft. Es wurden 99 Häuser evakuiert, darunter der Kindergarten.
  • August 2007: Die Entschärfung zweier Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg sorgte in Kluftern und Efrizweiler für Aufregung und einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr. 78 Häuser rund um den Fundort, eine Wiese, mussten evakuiert werden. Entdeckt wurden die Bomben auf dem Landstück der Stadt Friedrichshafen durch Luftaufnahmen aus dem Krieg.
  • August 2003: Acht Bomben, die 59 Jahre lang im Bodensee lagen, wurden von der Wasserschutzpolizei und dem Kampfmittelbeseitigungsdienst aus dem See vor Seemoos geborgen und entschärft. Kinder hatten die aus dem Zweiten Weltkrieg stammenden Bomben im seichten Wasser zwischen dem Winterlager des Württembergischen Yachtclubs und dem MTU-Werk?2 gefunden.
  • September 2000: Eine Phosphor-Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hatten Experten auf dem ehemaligen Zeppelin-Werftgelände an der Colsmanstraße geborgen. Der 70 Zentimeter lange Sprengkörper sei mittlerweile ungefährlich gewesen. Eine Gefahr für die Bevölkerung habe nicht bestanden, sagten die Experten.
  • Eine der dramatischsten Aktionen stellte ein Bombenfund Anfang der 80er Jahre beim Aushub der C?&?A-Baugrube dar. Damals war die Innenstadt rund um den Buchhornplatz aus Sicherheitsgründen weiträumig evakuiert worden.
 
Bombenbunde in Friedrichshafen

Große Teile Friedrichshafens wurden im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Noch heute werden immer wieder Überbleibsel jener Zeit in der Zeppelinstadt gefunden.
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