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Friedrichshafen Treffen muslimischer und deutscher Senioren

04.12.2010
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Integration, Kommunikation und Austausch stand für deutsche und türkische Senioren beim Forum „Zum Kennenlernen ist man nie zu alt“ im Seniorentreff Sonnenuhr auf dem Programm.

Veranstaltet wurde das Forum vom DRK-Kreisverband Bodenseekreis, dem türkischen Arbeitnehmerverein T.I.C., der Seniorenberatung der Stadt Friedrichshafen, sowie dem Seniorenrat Friedrichshafen und der Stadträtin Angelika Drießen. „Es geht um Integration in gemütlicher Atmosphäre. Wir wollen aufzeigen, dass die Probleme und Beschwerden der Senioren gleich sind, egal welchen kulturellen Hintergrund sie haben“, erklärte Ümit Gökhan, Vorsitzender des Arbeitnehmervereins. Von 3000 türkischen Mitbürgern in Friedrichshafen seien immerhin mehr als 700 über 60 Jahre, erläuterte Ümit Gökhan. „Deshalb ist es wichtig, den türkischen Senioren durch den Treff eine Möglichkeit der Integration zu bieten, denn die meisten wollen auch im Alter nicht zurück in die Türkei. Deutschland ist ihre Heimat geworden“, fügte er hinzu. Das Forum solle auch in Zukunft zum Austausch und zur gegenseitigen Hilfe unter den Senioren da sein, so Gökhan. Das nächste Treffen ist für den 4. Februar geplant. Aber auch außerhalb der Veranstaltungen stehe der Treff Senioren jeder Nationalität offen. „Wenn man sich mal einsam fühlt, kann man hier jederzeit Gesellschaft finden“, sagte Ümit Gökhan.

Bürgermeister und Schirmherr des Forums Peter Hauswald sah den deutsch-türkischen Seniorentreff als richtigen Weg alle Menschen, die in Friedrichshafen leben – ob christlich oder muslimisch – zu überzeugten Bürgern der Stadt zu machen. „Denn gemeinsam sind wir stark“, betonte Hauswald und freute sich über das zahlreiche Erscheinen der Senioren beider Kulturen. Er wünsche sich, dass viele Treffen folgen werden. Dieser Wunsch wird wohl in Erfüllung gehen, denn schon beim ersten Seniorentreff war der Raum brechend voll.

„Ich komme wieder“, rief Mustafa Arziman wild gestikulierend durch den Raum und fügt hinzu: „Ich bin seit 40 Jahren in Friedrichshafen und es gefällt mir, mich mit allen hier zu unterhalten.“ Die Senioren sind sich einig: Die Hauptsache sei, dass man sich gut austauschen und man freundliche Kontakte knüpfen könne, sowie dass die Leute nett seien. Bei manchen Sprachproblemen mussten zwar Tischnachbarn oder der mitgebrachte Nachwuchs übersetzen, doch wer sich austauschen wollte, hatte hier die Möglichkeit dazu. Viele sind auch aus Neugier und Interesse gekommen: „Ich bin hier, weil ich neugierig war, wie das so abläuft und weil ich wissen wollte, ob überhaupt Leute kommen. Aber jetzt bin überwältigt wie viele deutsche und türkische Senioren da sind“, sagte Hanna Eiberger.

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