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Friedrichshafen Tragischer Todesfall überschattet "Funsports hoch Drei"

08.10.2012
Friedrichshafen -  Ein tragischer Todesfall überschattet die Sportveranstaltung „Funsports hoch Drei“ der Unternehmen Tognum, Cassidian und Mercedes Benz Ravensburg vom Wochenende. Etwa zwei Stunden vor Abschluss der Veranstaltung brach ein 51-jähriger Läufer aus dem Raum Friedrichshafen zwischen Kluftern und Riedheim zusammen.

Maximilian Dersch und Manfred Raming (von links) kamen aus dem zwölf Kilometer entfernten Oberteuringen gemeinsam ins Ziel. Von dem Unglücksfall erfuhren sie zunächst nichts. Die Organisatoren brachen auf Bitte der Lebensgefährtin die Veranstaltung nicht ab.

Beim Fußballturnier kämpften 16 Mannschaften ehrgeizig, aber nicht allzu ernst um den Siegespokal.  Bild: Keller

Der ASV Dopplerpass kam nicht über die Vorrunde hinaus.

Mitarbeiter und Familien bewiesen im Abenteuerpark Mut und Geschicklichkeit. Auch der Nachwuchs wagte viel.

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Trotz sofortiger Hilfe durch das Deutsche Rote Kreuz und den Leiter des Werksärztlichen Dienstes verstarb der Läufer noch an der Wegstrecke. Wie Wolfgang Boller, Unternehmenssprecher von Tognum, berichtete, bat dessen Lebensgefährtin darum, die Veranstaltung fortzuführen, mit der die beteiligten Unternehmen die sportliche Fitness ihrer Mitarbeiter fördern wollen und die auch Familienangehörigen offensteht. Der Läufer war gemeinsam mit rund 50 anderen Teilnehmern auf einem 30 Kilometer langen Lauf von Ravensburg nach Immenstaad unterwegs gewesen. Insgesamt hatten an der Sportveranstaltung über 500 Personen teilgenommen, die sich nicht nur im Wettlauf maßen, sondern auch Fußball spielten und das Angebot eines Kletterparks in Immen-staad nutzten.

Das grundsätzliche Anliegen der drei Firmen hatte noch vor dem Unglücksfall Organisator Patrick Müller so umrissen: „Das Event ist ein wichtiger Baustein für das ganzheitliche betriebliche Gesundheitsmanagement.“ Tognum mache seinen Mitarbeitern eine Vielzahl von Angeboten, um sie körperlich und psychisch gesund zu erhalten. Diese Veranstaltung im Sportpark Immenstaad sei ein Höhepunkt dieses Programms. „Das Wichtigste ist heutzutage, die Leute vom Sofa weg zu locken“, hatte es Unternehmenssprecher Wolfgang Boller auf den Punkt gebracht.

Gegenüber dem SÜDKURIER betonte Boller gestern, auch die beste Vorbereitung und ärztliche Versorgung an der Strecke schütze nicht vor solchen Unglücksfällen. Alle Unternehmen seien tief betroffen und sprächen den Angehörigen des Mannes ihr Beileid aus.

Die Firmen hatten an diesem Tag den Abenteuerpark in Immenstaad für ihre Mitarbeiter samt Familien reserviert. Hunderte suchten dort in schwindelerregenden Höhen die Herausforderung. Meike beispielsweise, sieben Jahre jung, balancierte über wacklige Brücken und schwang sich mutig an der Seilbahn von einem Baum zum anderen. Ihr Vater arbeitet bei Tognum. Meikes Mutter war zwischen Klettern und einem weiteren Angebot dieses Tages hin- und hergerissen: „Die Nordic-Walking-Strecke hätte mich auch gereizt“, meint sie, doch sie wurde überstimmt. Ihr Mann und die beiden Töchter wollten lieber klettern. Auf dem Fußballplatz im benachbarten Sportpark kämpfen derweil sechzehn Mannschaften mit klangvollen Namen wie „Veni-Vidi-Vici“ oder „Blechbubis“ mit nicht allzu viel Ernst, aber dennoch ehrgeizig im Fußballturnier um den Sieg. Das Endspiel gewannen schließlich die „MTU Wadenbeißer“ gegen das Team von Mercedes Benz mit 2:0. Den Siegespokal überreichte Siebenkämpferin Jennifer Oeser, Zweite bei der WM 2009 und Teilnehmerin an den Spielen in London. Zu zwei Läufen waren Männer und Frauen an diesem tag gestartet. Hier durften nicht nur Werksangehörige mitmachen. Die eine Strecke ging über zwölf Kilometer und startete in Oberteuringen, die andere Strecke von Ravensburg maß 30 Kilometer aus Ravensburg.

Beide Läufe führten nach Immenstaad. Auch Lokalmatador Richard Ringer vom VfB Friedrichshafen war als Werksstudent bei Tognum mit gestartet. Für ihn eine Ehrensache. „Ich bin locker mitgelaufen. Unterwegs habe ich mich gut unterhalten.“ Die ersten beiden Läufer, Manfred Raming und Maximilian Dersch, die in Oberteuringen gestartet waren, liefen nach zwölf Kilometern gemeinsam durchs Ziel. Den 30-Kilometer-Lauf gewann Frank Raps.

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