Das war toll!" Diese begeisterten Worte einer Zuschauerin am Ende der Vorstellung trafen, was wohl alle Besucher der Premierenvorstellung auf der Waldbühne in Sigmaringendorf dachten. "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" steht in diesem Jahr als Kinderstück auf dem Programm. Erstmals führte Matthias Henne Regie. Und er machte seine Sache gut, sogar sehr gut. 60 Kinder und Jugendliche wirkten mit in dem Märchenstück nach den Gebrüdern Grimm, aufgearbeitet und "zeitlich" angepasst von Gerold Rebholz und Franz Mielke.
Einige Grade mehr hätten am Premierenabend gut getan. Aber so war man froh, dass es wenigstens trocken blieb. Mit einer fröhlichen Melodie beginnt das Stück um den Müllersohn, dargestellt von Leah Förderer, die mit ihrer frischen Art sogleich die Herzen der Zuschauer gewann. Der Tag beginnt mit der Arbeit des Müllers und seiner Gesellen. Während sie noch überlegen, wie wohl der König (Gerold F. Rebholz) aussehen mag, kommt dieser mit seinen Jägern aus dem Wald auf der Suche nach einem Findelkind - dem Müllerssohn.
Damit beginnt für ihn ein Abenteuer, das ihm zum Schluss die Prinzessin (Anna-Sophia Fotiou) als Frau beschert. Bis dahin aber ist ein langer Weg. Dieser führt ihn zu einer Horde gefährlicher Räuber, die sich aber auch von einer ganz anderen Seite zeigen können. Während auf dem Schloss der ganze Hofstaat emsig mit den Vorbereitungen der Hochzeit beschäftigt ist, kehrt der König nach Hause und muss feststellen, dass ein hinterhältiger Plan nicht gelungen ist. Eine unmöglich zu erfüllende Aufgabe soll der Müllersohn noch erfüllen, bevor er die Prinzessin heiraten kann: Drei goldene Haare des Teufels soll er dem König präsentieren.
