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Friedrichshafen Sturmschäden: Internationales Stadtfest fällt aus

Die Stadt Friedrichshafen ist nach einem Unwetter am Donnerstagabend gezwungen, das Internationale Stadtfest abzusagen. Der Wind mit einer Geschwindigkeit von 80 Stundenkilometer zerstörte alle Holzbuden an der Uferpromenade

Das Internationale Stadtfest wurde nach einem Unwetter am späten Donnerstagabend abgesagt. Die derzeitige Sicherheitslage lässt der Stadt Friedrichshafen keine Möglichkeit, das Fest an der Uferpromenade an diesem Wochenende zu veranstalten. Nach derzeitigem Kenntnisstand der Stadt wurden keine Personen durch den Sturm verletzt.

Von einer Minute auf die andere fegte am Donnerstag gegen 22 Uhr der Wind mit Geschwindigkeiten bis zu 80 Stundenkilometer über die Uferpromenade. Die für das Stadtfest bereits aufgebauten Holzbuden fielen dem Sturm zum Opfer. Acht der 32 Buden wurden beschädigt, die restlichen sogar vollständig zerstört. Die im Bereich des Uferparks stehenden Stromkästen wurden teilweise von den Holzhütten umgerissen und die verlegten Stromkabel wurden gequetscht und angerissen. „Der entstandene Schaden zwingt uns dazu, das Internationale Stadtfest abzusagen“, lautete die Bilanz von Bürgermeister Peter Hauswald am Freitagvormittag.

Ein nahezu ähnliches Naturspektakel erlebten die Friedrichshafener 2008. Damals musste das Stadtfest ebenfalls nach einem Unwetter abgesagt werden. Hauswald erklärte, dass es ein Vorteil war, dass die Buden nicht im Boden verankert gewesen sind. „Bei dieser Windgeschwindigkeit hätten die Hütten zu gefährlichen Wurfgeschossen werden können, wenn sie durch eine Befestigung unter Spannung gestanden hätten. So sind sie mehr oder weniger nur umgeflogen.“ Er sei bemüht, noch vor den Sommerferien einen Ersatztermin zu finden. Dieser sei davon abhängig, wie schnell neue Buden beschaffen werden können. Derzeit prüfen Mitarbeiter des Amts für Bürgerservice, Sicherheit und Umwelt inwiefern die Bäume und die Grünanlagen im Uferpark in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Evi Bercher, Filialleiterin des Café Antonius, kam nach Feierabend nochmals zurück in ihr Café. „Die Stühle der Terrasse wurden über die Straße geschleudert. Die Fahrräder aus dem Fahrradständer gegenüber lagen wild verteilt in der Fußgängerzone.“ Auch Bercher bestätigte die Angaben der Stadt, dass zum Zeitpunkt des Sturm keine Menschen am See unterwegs waren. „Es waren in der Fußgängerzone nur vereinzelte Personen auf dem Weg ins Parkhaus.“

Die Höhe des Schadens ist derzeit noch nicht abzuschätzen. Denn neben den zerstörten Holzbuden, den kaputten Stromkabeln und dem Schaden an Bäumen, führt der Ausfall des Stadtfestes noch zu erheblich größeren Schäden. Die Beteiligten haben riesige Mengen an Lebensmitteln bereits eingekauft, die selbstverständlich nicht bis zum gewünschten Ersatztermin haltbar sind. „Nachdem die Stadtverwaltung eine Bestandsaufnahme des entstandenen Schadens mit den Vereinen gemacht hat, werden wir uns überlegen, welche gemeinsame Lösung wir finden, um den Beteiligten zu helfen“, sagte Andrea Gärtner, Pressesprecherin der Stadt.

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