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21.07.2010  |  0 Kommentare

Friedrichshafen Studenten bauen „fliegendes Auge“

Friedrichshafen -  Studenten der Dualen Hochschule haben auf dem Campus Fallenbrunnen ein Prallluftschiff „Fleye“ vorgestellt. Einsatzbereiche für das „fliegende Auge“ können beispielsweise Brandbeobachtung, Personensuche oder Luftmessungen sein, hieß es bei der Präsentation.

Florian Ardner, Tobias Brocke, Christoph Meisner, Johannes Beckmann, Felix Fonyo und Nico Bergemann (von links) von der Dualen Hochschule präsentieren ihr Luftschiff „Fleye“.  Bild: Bild: Paul



Friedrichshafen (mrp) Ein selbst konstruiertes Luftschiff mit dem Namen „Fleye“ haben Studenten der Dualen Hochschule am Montag auf dem Campus im Fallenbrunnen vorgestellt. „Fleye“ ist ein Kunstwort aus den englischen Worten „Fly“ und „eye“ und beschreibt den geplanten Einsatzzweck des 11,37 Meter langen Gefährts als „Fliegendes Auge“.

Für Brandbeobachtungen und die Personensuche mit einer Infrarotkamera ist das mit Helium gefüllte Luftfahrzeug geeignet, weil es mit 25 Kilogramm Gesamtgewicht ohne Treibstoff lange in der Luft bleiben kann. Außerdem ist „Fleye“ sehr leise, was es für Tierbeobachtungen aus der Höhe qualifiziert. Andere Verwendungsmöglichkeiten sind Luftmessungen, wie es bei der Präsentation hieß.

Als Prallluftschiff hat „Fleye“ kein Gerüst. Die Styrodurhülle, die vier Kilogramm Nutzlast tragen muss, wird allein durch den Innendruck in Form gehalten. Die Idee für das „Fliegende Auge“ war vor vier Jahren entstanden. Ein früherer Studentenjahrgang hatte eine kleinere Testversion gebaut. Der erste freie Flug der neuen Ausführung des „Fleye“ wird im Herbst stattfinden. Dann soll das Fahrzeug autonom zuvor programmierte Ziele anfahren. Vorher werden aber noch Tests durchgeführt.

Der Luftschiffbau während des Studiums hat den jungen Konstrukteuren einiges abverlangt. Zu acht haben sie viele Stunden ihrer Freizeit geopfert. „Das Schwierigste war, dass es viele unbekannte Größen gab, die man vorher nicht berechnen konnte, weil es bisher keine praktischen Erfahrungen mit dem Luftschiff gab“, berichtet Teammitglied Nico Bergemann.

Martin Freitag, Dekan der technischen Fakultät in Friedrichshafen, betreut die Bachelor-Studenten. Er unterstützt teamorientierte Projekte wie das „Fleye“, denn Teamarbeit erwarte die Maschinenbauer auch im Berufsleben. Ein bisschen Wehmut ist natürlich dabei, wenn die Studenten nach ihrem diesjährigen Bachelorabschluss das Luftschiff den nächsten Semestern übergeben. Er hofft, dass die scheidenden Studenten trotz ihrer beruflichen Auslastung genügend Zeit finden, um ihren Nachfolgern wertvolles Know-how weiterzugeben.

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