„Wir wollen die Straßenkunst beim Kulturufer für die auftretenden Künstler gerechter machen und den ganzen Bereich vitalisieren“, sagt Jürgen Deeg von Kulturbüro. Er hofft, mit einer neuen Regelung verstärkt Straßenkünstler ans Kulturufer ziehen zu können.
Künftig wird einiges anders laufen: Bislang trennte sich die Straßenkunst beim Kulturufer in jene Künstler, die vom Kulturbüro eingeladen und bezahlt wurden, und die anderen, die spontan auftraten und den Hut kreisen ließen. Den Hut werden künftig auch die Eingeladenen herumgehen lassen – um Kosten zu sparen, übernimmt das Kulturbüro von diesem Jahr an für fix engagierte Straßenkünstler nur noch Kost und Unterbringung. Ihren Verdienst müssen sie sich beim Publikum erspielen. Das wiederum ist aufgefordert, für eine gute Show einen Euro springen zu lassen.
Was sich sonst noch verändert, ist die Vergabe der Spielorte für die Straßenkünstler – und das betrifft die Frage der Gerechtigkeit, von der Jürgen Deeg eingangs sprach. Bisher galt: Wer einen Spielort als erster belegt hatte, konnte dort auch auftreten; damit waren die Verhältnisse oft betoniert. Für die größeren Straßenkunst-Produktionen – für die vom Kulturbüro eingeladenen wie für die spontan hinzukommenden – gilt nun eine neue Regelung: Jeden Morgen um 10.30 Uhr kommen alle Namen in einen Hut, und dann wird ausgelost, wer zu welcher Zeit auf welchem Platz auftreten kann.

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