Friedrichshafen Sommerakademie der Kinderuni: Wissensdurst auch in den Ferien

Die Friedrichshafener Kinderuni veranstaltet eine Sommerakademie im Technikcampus der Dualen Hochschule im Fallenbrunnen. Mehr als 30 Kinder nehmen eine Woche lang an einem abwechslungsreichen Programm teil.

"Warum haben Spinnen denn jetzt blaues Blut und wir Menschen rotes?", will Kinderuni-Dozentin Selma Koç von ihren jungen Ferienstudenten wissen. Eine Antwort kommt sofort: "Wir haben Eisen im Blut, die Spinnen nicht", antwortet Luis. Wie der Neunjährige erklärt, bindet sich das eisenhaltige Hämoglobin mit Sauerstoff. So entsteht die rote Färbung. "Bei Spinnen ist es so, dass der Sauerstoff nicht an Eisen, sondern an Kupfer gebunden wird. Der färbt das Blut blau", erklärt Luis. Er hat gut aufgepasst. So wie mehr als 30 weitere Kinder, die sich in der zweiten Sommerferienwoche für die Sommerakademie der Kinderuni-Friedrichshafen angemeldet haben. Zu den Teilnehmern zählen auch fünf Flüchtlingskinder. Täglich haben sich die Kinder am Technikcampus der Dualen Hochschule (DHBW) im Fallenbrunnen getroffen. Und täglich haben sie Spaß gehabt und Neues gelernt. "Es war schön. Schade, dass es jetzt schon wieder vorbei ist", bedauert Fatima. Sie mag das Kneten und Basteln besonders. "Wir haben auch ein Röhrchen mit bunten Kugeln befüllt", erzählt Fatima. Unterschiedliche Farben haben die Blutbestandteile symbolisiert.

Selma Koç hat ihren Vorlesungstag zum Thema Blut lange vorbereitet. Eigentlich ist sie Lehrerin an einer Berufsschule. Dass Koç mit Kindern zu tun hat, ist für sie kein Alltag: "Ich habe Freude mit den Kleinen, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Es ist Abwechslung. Die Herausforderung liegt darin, dass man Achtjährigen Sachverhalte ganz anders beibringen muss, als jungen Erwachsenen." Deswegen hat die Dozentin ihre Vorlesung sehr praktisch aufgebaut. Die Kinder dürfen einiges basteln und selbst gestalten.

Ohne Dozenten und Helfer funktioniert es nicht. Vanessa Arndt unterstützt die Kinderuni seit vier Jahren. Sie habe früher in den Sommerferien einige Vorlesungen besucht und sei danach direkt ins Helferteam eingestiegen. "Es macht einfach total viel Spaß, den Kindern beim Lernen zuzuschauen. Und untereinander kennen wir Betreuer uns mittlerweile auch", sagt die 20-Jährige, "nächsten Sommer bin ich wieder mit dabei."

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