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Friedrichshafen Sie hat die Frauenwelt geprägt und die Männerherzen erobert

17.07.2010
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Großer Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Mädchenrealschule St. Elisabeth

Friedrichshafen – „Sie ist eine vornehme Häfler Dame, durchaus weltoffen – und sie paart Pioniergeist mit Neugier. Sie ist mit gerade einmal 50 in den besten Jahren und eine äußerst gepflegte Erscheinung, hat die Frauenwelt von Friedrichshafen geprägt und die Männerherzen erobert.“ Genau die richtigen Worte fand Schulleiterin Karin Broszat beim gestrigen Festakt zur Feier des 50-jährigen Bestehens der Mädchenrealschule St. Elisabeth. Worte, die vielen der zahlreichen Festgäste aus Kirche, Gesellschaft und Politik aus dem Herzen sprachen. „Sie ist aus den Nachkriegsjahren voller Hoffnung hervorgegangen, macht nicht jede Mode mit, schaut aber interessiert auf den Trend, wissend, dass etwas anderes zählt“, sagte die Schulleiterin. „Wenn sie ein Seehaseneröffnungstheater gestalten darf, ist sie für einige Wochen nicht ansprechbar. Was aber am wichtigsten ist: Sie hat ihre Kinder immer liebevoll im Blick.“

Doch auch in großer Feierstimmung werden in St. Elisabeth brisante Themen und Problematiken nicht ausgespart. Paul Stollhof, pädagogischer Geschäftsführer der Sießener Schulen, ging in seinem Referat „Katholische Schule heute“ auch auf die aktuelle Missbrauchsdiskussion ein. Die Reserviertheit und Ablehnung, auf die man als kirchliche Schule treffe, sei deutlich zu spüren. „Wir als Teil der Kirche können für Transparenz sorgen, Schuld klar bekennen und Verantwortung übernehmen“, sagte Stollhof. „Bildung bleibt ein primärer Auftrag der Kirche, aus dem sie sich nicht zurückziehen darf.“

Heiter wurde es beim Theater-Dialog zwischen dem ehemaligen pädagogischen Geschäftsführer Bernhard Morgenstern und den Schülerinnen Marie Schramm und Anna-Lena Geigges. Dann regnete es musikalische rote Rosen – für die langjährige stellvertretende Schulleiterin Schwester Hiltrud Geiger, die aber auch mit einem echten Rosenstrauß verabschiedet wurde. „Vielleicht startet sie eine neue Karriere als Schauspielerin – angesichts ihrer Auftritte beim Seehasentheater“, merkte Karin Broszat launig an.

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