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Friedrichshafen

Sendemast: Freude über Kompromiss

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Der Sendemast des Mobilfunkbetreibers O2 in St. Georgen wird nicht am Rande der Wohnbebauung errichtet, sondern rund 500 Meter tiefer im Seewald. Auf diesen Kompromiss einigten sich Verwaltung, O2 und die Bürgerinitiative.

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Friedrichshafen - Mit der von Stadt und O2 gemeinsam erarbeiteten Lösung zeigten sich gestern alle Beteiligten zufrieden. Danach wird der Sendemast einschließlich Richtfunk mit einer maximalen Masthöhe von 55 Metern nun deutlich tiefer in den Seewald verlegt werden als geplant und von der Stadt im März 2004 genehmigt. Das Rumpfgerüst am bisherigen Standort baut O2 auf eigene Kosten wieder ab. Das an dieser Stelle entstandene Naturbiotop (siehe Bild in der Grafik) soll erhalten werden. Auf dem Gebäude Zirbelweg 20, auf dem bereits mehrere Anlagen installiert sind, wird eine Basisstation für das neue Mobilfunknetz UMTS errichtet. O2 wird die von ihr auf dem Gebäude betriebene GSM-Basisstation (der UMTS-Vorgänger) abbauen, sobald die Voraussetzungen gegeben sind. O2 wird sämtliche Kosten der Verlegung und des Rückbaus übernehmen und akzeptiert die Rücknahme der ursprünglichen Baugenehmigung. Im Gegenzug hat die Bürgerinitiative ihre Widersprüche zurückgenommen. Die Initiative werde sich nun auflösen, sagte Sprecher Helmut Mursinsky.

Mobilfunk werde heute von nahezu jedem Bürger genutzt, sagte Erster Bürgermeister Dieter Hornung. Dieser Entwicklung könne sich auch die Stadt nicht entziehen. Bei der Genehmigung von Anlagen sei man aber an Grenz- und Richtwerte gebunden, an die sich die Stadt in der Vergangenheit indes stets gehalten habe. Erst mit der Gründung der Bürgerinitiative sei man auf diese Weise mit der Problematik konfrontiert worden. "Auch wir haben uns zunächst unsicher auf diesem Terrain bewegt", bekannte Hornung. Sowohl Hornung als auch Mursinsky und Norbert Veser für die Initiative sagten, dass man in den ersten Gesprächen hart diskutiert habe. "Wir haben uns aber gemeinsam sachlich angenähert", so Hornung.

"Nach kurzer Zeit haben wir die Sorgen der Bürger sehr ernst genommen", nahm Hornung für die Verwaltung in Anspruch. In "zähen Verhandlungen" seien sich Stadt und Initiative näher gekommen. Dabei, so Hornung, habe sich auch eine gegenseitige Vertrauensbasis gebildet. Hornung dankte der Initiative für die konstruktive Auseinandersetzung. "Wir haben einen Kompromiss gefunden, der für alle akzeptabel ist und bei dem es am Ende keinen Gewinner und keinen Verlierer gibt", sagte er. Mursinsky wiederum dankte der Verwaltung. Die Initiative sei "sehr erfreut", auch wenn einzelne Mitglieder nach wie vor nicht glücklich über das Vorhaben seien. Veser sagte, man sei froh über die Rückendeckung von Experten gewesen, dadurch habe die Verwaltung gespürt, "hoppla, die meinen es ernst". Frank Hoffmann als Vertreter von O2 verwies darauf, dass es für ein Unternehmen nicht selbstverständlich sei, eine rechtskräftige Baugenehmigung zurückzugeben, doch auch bei O2 habe man die gütliche Einigung gewollt.

Kommentar "Signal der Hoffnung"

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Autor: HELMAR GRUPP
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