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16.07.2012  |  von  |  0 Kommentare

Friedrichshafen Seehasen-Festumzug passt zwischen Regenschauer

Friedrichshafen -  Durch Wetterkapriolen beeinträchtigt wurde das Friedrichshafener Seehasenfest. Exakt zum Start des großen Festumzugs am Sonntag gab es einen heftigen Regenschauer, dann blauen Himmel, bevor es wieder regnete.

Der Seehasen-Spielmannszug hat als einer von elf Spielmannszügen am Sonntag traditionell den Seehasen-Festumzug angeführt.  Bild: Fritz

Der Seehas alias Christoph Lißner beim sonntäglichen Festumzug mit Erstklässlern und der Ballkönigin Zoe Mehnert vom Karl-Maybach-Gymnasium sowie dem Schützenkönig des Seehasenschießens, Ruven Fröschl von der Ludwig-Dürr-Schule.  Bild: Andrea Fritz



„Das Wetter wird gut, man muss nur dran glauben“, hatte Josef Brugger vorhergesagt. Und der Leiter der Häfler Pestalozzi-Schule, der am Sonntag für den großen Seehasen-Fest-umzug verantwortlich war, sollte Recht behalten. Auch wenn zum Start um 13.30 Uhr ein kräftiger Schauer niederging und es am Ende wieder tröpfelte, so schlimm wie 1976 war es jedenfalls nicht. „Damals hat es genauso geregnet, die ganze bunte Krepppapiersoße ist mir über den Kopf gelaufen und mein schönes hellblaues Kleid war nass“, erinnerte sich Susanne Germer, eine ehemalige Seerose. Sie wohnt inzwischen mit Mann und Kind in Dürmersheim und war extra angereist, um ihrer Tochter Leonie den Festumzug zu zeigen.

„Nicht weglaufen, die kommen, pudelnass, aber sie kommen“, versprach Kommentator Bruno Hirscher, dem es den großen Schirm weggeweht und das Mischpult verregnet hatte. Ganz Hofen klatschte Beifall, als in der Ferne die vielen Hasenohren der Erstklässler auftauchten. Sie hatten standgehalten und niemand war farbverschmiert. Schon hörte man den Seehasen-Fanfarenzug und fast gleichzeitig riss auch die Wolkendecke auf, damit Sonne und Wind wieder alles trocknen konnten.

Fast 4000 Schüler, nahezu 200 Lehrer, zwölf Musikkapellen und elf Spielmannszüge waren auf den festlichen, in den Stadtfarben Grün und Weiß geschmückten Straßen unterwegs. Die Zuschauer am Wegesrand, die immer zahlreicher auftauchten, je besser das Wetter wurde, dankten es den Akteuren mit reichlich Beifall. Unter dem Motto „Der Seehas auf der Spielwiese“ hatten die Schulen und Schüler der Stadt keine Mühen gescheut, von „Fang den Hut“ bis „Schach“ und von „Domino“ bis zum „Angelspiel“ alles darzustellen, was in der Freizeit Freude macht.

Der zweite Teil des Festumzugs war der Stadtgeschichte, den großen Männern der Stadt und dem Königshaus Württemberg gewidmet. Hier waren die meisten der 15 Umzugswagen zu sehen, die fast alle von den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs gestaltet worden waren. Einzige Ausnahme war der Wagen mit der Schlosskirche, den hatten die Mitglieder der evangelischen Erlösergemeinde selbst gebaut. Wieder mit dabei der Jubiläumswagen aus dem vergangenen Jahr, das Seehasenbähnle, ein Maybach SW 42 aus dem Baujahr 1942 und das „Glückhafte Luftschiff“ LZ 127, das als einziges Starrluftschiff nach der Hindenburg gebaut wurde, aber nie gefahren ist, wie Kommentator Karl-Heinz Vogt den Zaungästen am Kreisel in Hofen mitteilte.

Reiter und Königspaare, selbst Graf Zeppelin winkte dem Volk persönlich aus der Kutsche zu. Wer Glück hatte, blieb sogar trocken, denn gleich hinter der abschließenden Bürgergarde begann es wieder zu tröpfeln und wer viel Glück hatte, dem drückten die Münzpräger aus Buchhorn zur Erinnerung sogar noch eine Seehasenmünze aus dem Jahre 2012 in die Hand.

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