Friedrichshafen - Seitdem am 1. September 2007 das "Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens", kurz Nichtraucherschutzgesetz in Kraft getreten ist, entzünden sich immer wieder heftige Diskussionen. Den einen geht es nicht weit genug, die anderen sehen sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt. In Friedrichshafen gehen die Meinungen über den Nichtraucherschutz weit auseinander. Die nun geplante Neuregelung für Eckkneipen sorgt für zusätzlichen Zündstoff:
Thomas Wenz, überzeugter Nichtraucher, hält das Rauchverbot für "sehr gut, gerade auch beim Essen". Bei Speise-Gaststätten spricht sich Wenz für ein generelles Rauchverbot aus. Anders sieht er das bei Eckkneipen, "deren spezielle Klientel dort zum Fußball gucken und Bier trinken hingeht". Dort ein striktes Rauchverbot zu verhängen, wäre übertrieben.
Etwas anders sieht das Karl Fürstenberger aus Ailingen und er führt internationale Beispiele an: "In Italien, Spanien und Irland klappt ein striktes Rauchverbot. Nur in Deutschland macht man ein so großes Theater, dass mancher Lokalbesitzer sich sogar ein Bierzelt in die Kneipe stellt, um unter eine Ausnahmeregelung zu fallen." Wenn Eckkneipenbesitzer jammerten, sei das verständlich, aber sobald ein Wirt Speisen ausgeben will, sollte auch in dessen Lokal ein striktes Rauchverbot gelten, meint Karl Fürstenberger.
Raucher Bernd Schmidt hingegen sieht sich durch das Rauchverbot an vielen Orten persönlich eingeschränkt. Raucher würden "diskriminiert und oft wie Menschen zweiter Klasse behandelt" ist der Tübinger überzeugt.

Ein dickes Ausrufzeichen
Jetzt beginnt die entscheidende Phase
Marco Reich mit dominantem Auftritt