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Friedrichshafen Rabatt-Handel via Smartphone

In einem auf drei Monate angelegten Test im Rahmen des Projekts T-City soll das „virale Couponing“ in Friedrichshafen seine Tauglichkeit beweisen. Dabei werden Rabatt-Coupons via Smartphones gelesen und auch weitergegeben.

Claudia Linnhoff-Popien zeigt wie's geht: Einfach den Barcode – einen QR-Code – mit dem Smartphone scannen – und schon ist der Rabatt-Coupon verfügbar.
Claudia Linnhoff-Popien zeigt wie's geht: Einfach den Barcode – einen QR-Code – mit dem Smartphone scannen – und schon ist der Rabatt-Coupon verfügbar. | Bild: Dieterle-Jöchle

Zu viele private Daten seien für Kunden-Karten nötig. Für Andre Kloos von der gleichnamigen Friedrichshafener Bäckerei war dies ein gewichtiges Argument, um sich an einem neuen T-City-Projekt zu beteiligen, das gestern offiziell gestartet wurde. In einer zunächst auf drei Monate angelegten Testphase erlebt das „virale Couponing“ seine „Nagelprobe“, wie Andreas Droste von T-Systems während einer Pressekonferenz sagte. Die Telekom-Tochter hat gemeinsam mit der Technischen Universität München dazu die Virality GmbH gegründet. Die gemeinsam entwickelte Cloud-Lösung für Rabattsysteme wird nun in Friedrichshafen getestet. Bei einer Cloud-Lösung findet sich die nötige Computer-Software nicht mehr auf dem Rechner, sondern der Zugang erfolgt über das Internet.

So können die beteiligten Unternehmen ihre elektronischen Rabatt-Marken herstellen. Diese Coupons in Form von speziellen Barcodes (QR-Codes) können mit einem Smartphone gelesen und gespeichert werden. Die beteiligten Händler wie auch das Zeppelin-Museum, das sich ebenfalls an diesem Feldversuch beteiligt, gewähren Preisnachlässe in unterschiedlichen Höhen – teilweise bis zu 20 Prozent. Steigern können die Nutzer der Rabatt-Coupons den Nachlass, indem sie die Coupons weitergeben. Dies kann einerseits von Smartphone zu Smartphone wie auch über soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook geschehen. Die Kunden können so mehr Geld sparen und die beteiligten Unternehmen haben zusätzliche Werbung.

Andreas Droste von T-Systems wie Professorin Claudia Linnhoff-Popien versicherten gestern, dass die Auswertung der Wege der Coupons absolut anonym erfolge. Erstmals getestet wurde das „virale Couponing“ auf der diesjährigen Computermesse Cebit. Claudia Linnhoff-Popien, die auch Geschäftsführerin der Virality GmbH ist, sieht in diesem System große Marktchancen. Mit sehr großen Unternehmen gebe es bereits Gespräche, sagte sie gestern. Das System ermögliche es, die Wirkung und Nutzung von Werbung intensiv zu untersuchen.

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