Mit den Abrissarbeiten wurde gestern begonnen. Die ersten beiden Häuser an der Metzstraße, die gegenüber dem Orion-Hochhaus liegt, sind bereits ausgeräumt und vom vordersten Haus stand gestern Abend nur noch das Erdgeschoss. Das Areal zwischen Metzstraße, Bahngelände und „Millionenschlucht“, wird von der Fränkel AG neu bebaut werden.
Zufahrten zur noch zu bauenden Tiefgarage wird es über die Metzstraße als auch über die Eckenerstraße gegeben. Nur auf die Eckenerstraße kann ausgefahren werden, ein Abbiegen in Richtung altes Kino wird nicht möglich sein. Ein- und Ausfahrt zur Eckenerstraße werden räumlich getrennt sein.
Nagel erklärte den Mitgliedern des Ausschusses, dass die Besitzverhältnisse für die Grundstücke des Quartiers geklärt seien. Auch was die neuen Mieter der geplanten Gebäude anlange, gebe es zunehmend mehr Klarheit. Bereits im Juni 2010 hatte es einen Architekten-Wettbewerb für das Quartier Metzstraße gegeben. Baubürgermeister Stefan Köhler hatte angeregt, dass der Investor an dieser stadtbildprägenden Stelle doch „einen großen Wurf“ machen könnte. Preisgekrönt wurde damals der Entwurf des Häfler Architektenbüros von Fritz Hack. Dieser wird jetzt allerdings nicht bauen.
Heribert Nagel sagte während der Sitzung des Ausschusses, dass sich die Bauplanung weiter an den preisgekrönten Entwurf des Jahres 2010 anlehne. Dies sahen einige Gemeinderäte anders. Monika Bäuerle (Bürger aktiv) sagte, sie sei entsetzt, da sie von diesem nicht mehr viel wiedererkenne. Heinz Tautkus (SPD) bemerkte, das Grundstück werde „ausgemostet“ und Gerlinde Ames (FDP) kritisierte, dass jetzt das Filigrane fehle. Bürgermeister Köhler sagte, dass es „in der praktischen Umsetzung kleine Abweichungen gegeben“ habe.
Da es seit dem Beschluss des Gemeinderats aus dem Mai vergangenen Jahres zum Bebauungsplan für das Quartier „Metzstraße“ Änderungen auch im Immissionsschutz gab, musste sich der Technische Ausschuss gestern Abend erneut mit dem Bebauungsplan beschäftigen. Bei zwei Enthaltungen brachte der Ausschuss den geänderten Entwurf auf den Weg. Im Juni sei mit einem Satzungsbeschluss zu rechnen, sagte Klaus Sauter, Chef des städtischen Planungsamtes. Erst danach kann eine Baugenehmigung erteilt werden.
