Friedrichshafen Narrenbrunnen soll auf Franziskusplatz gebaut werden

Der Franziskusplatz soll als Standort dienen für einen Narrenbrunnen, den sich die Mitglieder des Vereins zur Pflege des Volkstums seit vielen Jahren wüschen. Nun ist es bald soweit. Der Volkstums-Verein zahlt den Bau, die Stadt kümmert sich um den Unterhalt.

Friedrichshafen – Jahrzehntelang hat Max Mayer alias Orgelschorsch für einen Narrenbrunnen in der Zeppelinstadt gesammelt und dabei mehr als 30 000 Euro zusammengetragen. Er hatte genaue Vorstellungen und sogar ein Modell gebastelt. Max Mayer verstarb am 26. Mai 2010. Auch der verstorbene Oberbürgermeister Bernd Wiedmann hat sich als Ehrenpräsident des Vereins zur Pflege des Volkstums für den Narrenbrunnen stark gemacht und dem Verein 2001 für diesen Zweck 700 000 Mark gespendet. Als sich jedoch herausstellte, dass diese Spende rechtswidrig gewesen war, hat der Verein die Hälfte des Geldes zurückgegeben. Das Thema Narren-Brunnen war vorerst nicht weiter vorangetrieben worden.

Jetzt ist wieder Bewegung in das lang gehegte Wunsch-Projekt gekommen. Mit dem Franziskusplatz ist jedenfalls ein Standort gefunden, der sowohl den Narren, als auch der Verwaltung gefallen würde. Am 29. Oktober 2015 hatte der Vorstand des Vereins zur Pflege des Volkstums seine Mitglieder zu einer außerordentlichen, nicht öffentlichen Mitgliederversammlung in die Gockelwerkstatt einberufen. An diesem Abend wurde darüber abgestimmt, ob man den Bau eines Narrenbrunnens weiter verfolgen und den gedeckelten Betrag von 180 000 Euro investieren soll oder nicht. 60 Prozent der Mitglieder hatten dafür gestimmt. Vorausgesetzt, die Stadt würde für die Brunnenstube und den Unterhalt des Brunnens aufkommen. Vom Vorstand vorgeschlagene Wunschstandorte für einen Narrenbrunnen lagen zwischen K42 und Hafenbahnhof oder an der Ecke Karl-/Friedrichstraße bei „Pinos“ oder beim Franziskuszentrum. Der Vorstand hat nach der Versammlung einen entsprechenden Antrag bei der Stadt eingereicht.

Dieses Modell des Narrenbrunnens präsentierten die Seegockel zu ihrem Jubiläum im Januar in der Sparkasse. Ob dieser am Ende auch so aussehen wird, ist noch unklar.
Dieses Modell des Narrenbrunnens präsentierten die Seegockel zu ihrem Jubiläum im Januar in der Sparkasse. Ob dieser am Ende auch so aussehen wird, ist noch unklar. | Bild: Gisela Keller

Am 18. Mai dieses Jahres hat ein Gespräch mit Oberbürgermeister Andreas Brand und Bürgermeister Andreas Köster stattgefunden. Jetzt liegt die Antwort der Stadt auch den Vereinsmitgliedern vor. „Die Stadt Friedrichshafen würde für die Errichtung eines Narrenbrunnens den Brunnenplatz am Franziskuszentrum zur Verfügung stellen. Die dort installierte Skulptur würde auf Kosten der Stadt entfernt werden, sodass der Verein den Brunnenstandort einschließlich der Brunnenstube mit der dazugehörigen Technik nutzen kann“, sagte Karl Haller, Präsident des Vereins zur Pflege des Volkstums, in der jüngsten Hauptversammlung. Planung, Finanzierung und Bau des Narrenbrunnens erfolgen dagegen im Auftrag, Namen und auf Kosten des Vereins zur Pflege des Volkstums. Da die Stadt einen bereits bestehenden Brunnenstandort zur Verfügung stellt, werden die Betriebskosten des Narrenbrunnens durch die Stadt getragen. Dafür haben dann aber Kultur- und Sozialausschuss des Gemeinderats bei der künstlerischen Ausgestaltung des Brunnens ein Wörtchen mitzureden. Jetzt wird vereinsintern eine Projektgruppe gebildet, die aus Mitgliedern besteht, die vom Präsidium bestimmt werden. Die Projektgruppe soll sowohl die Kosten als auch die Gestaltung eines Narrenbrunnens ermitteln. „Sobald wir wissen, was das Ganze kosten wird, kommen wir wieder auf euch zu, aber das wird nicht morgen oder übermorgen sein“, sagte Karl Haller den Mitgliedern. Wie der Brunnen dann aussehen könnte und ob er dem Max-Mayer-Entwurf ähneln wird, ist wohl die nächste spannende Frage.

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