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Friedrichshafen Nach blutiger Auseinandersetzung in der Schwabstraße: Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Die Ermittlungen zu der Auseinandersetzung, bei der am Mittwochabend in Friedrichshafen vier Männer verletzt wurden, dauern an. Der zunächst flüchtige Tatverdächtige stellte sich am Donnerstagabend der Polizei, am Freitag wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Der nach einer blutigen Auseinandersetzung in der Schwabstraße zunächst flüchtige Tatverdächtige hat sich am Donnerstagabend über seinen Anwalt gestellt. Das teilten die Staatsanwaltschaft Ravensburg und das Polizeipräsidium Konstanz am Freitagmorgen mit. Der 24-jährige Asylbewerber soll am Mittwochabend vier Männer mit einem Messer verletzt haben, darunter einen 23-Jährigen lebensgefährlich. Am Freitagnachmittag wurde Haftbefehl gegen den 24-Jährigen erlassen. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurde der Verdächtige nach der richterlichen Vorführung in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Insgesamt 32 Zimmer seien in dem Haus, in dem es zu der Auseinandersetzung kam, "ganz normal von privater Hand vermietet", schildert ein Bewohner. Überwiegend lebten Ausländer dort, aber auch Deutsche. Sowohl in der Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft, als auch die Woche über mehrfach im Polizeibericht war im Zusammenhang mit Vorfällen in dem Haus der Begriff "Gemeinschaftsunterkunft" verwendet worden. Das Anwesen gehört allerdings nicht zu jenen, die der Landkreis für die vorübergehende Unterbringung von Asylbewerbern nutzt. Wie Pressesprecher Robert Schwarz im Gespräch bestätigte, ist das Landratsamt nicht für das Haus zuständig. Einer Sprecherin der Stadt zufolge gilt das auch für die Kommune.
 

"Mit den Meisten kommt man gut aus", heißt es vor Ort. Mit drei Personen gebe es in letzter Zeit häufig Ärger. Die Polizei werde mitunter vier bis fünf Mal am Tag gerufen. Fielen am Mittwoch tatsächlich Schüsse? Was wollten die vier Männer, die im Gegensatz zu dem 24-Jährigen laut Polizeisprecher Fritz Bezikofer nicht in dem Haus wohnen, dort? In welchem Verhältnis stehen die Beteiligten zueinander? Die Ermittlungen zum genauen Tatablauf und der Motivlage dauern an, wie die Behörden am Freitag mitteilten.

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