Die Ravensburger Staatsanwaltschaft will möglichst bis Ende Oktober Anklage gegen die beiden Verdächtigen im Mordfall Hilber erheben, das bestätigte der Erste Staatsanwalt Karl-Josef Diehl gegenüber dem SÜDKURIER. Zwar laufen noch die letzten Ermittlungen, dennoch sei man bei der Staatsanwaltschaft zuversichtlich, dass die Indizien gegen die Ehefrau des Opfers und deren Freund ausreichten, um das Verfahren zu eröffnen.
Peter Hilber wurde in der Nacht vom 20. auf den 21. April dieses Jahres im Gebiet zwischen Langenargen und Wilhelmsdorf erschlagen. Die Leiche des Mannes, der zuletzt in Langenargen lebte, wurde am 25. April in der Nähe von Pfunds in Österreich auf unwegsamem Gelände zufällig gefunden. Schon am 17. Mai nahmen die Ermittler der Ermittlungsgruppe „Tirol“ seine Ehefrau und ihren neuen Freund fest. Sie hatten sich nach der Vermisstenmeldung in Widersprüche verstrickt und sitzen seither in Untersuchungshaft. „Noch immer haben sich beide Verdächtigen nicht zu der Tat geäußert, sie machen von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch“, erläuterte Staatsanwalt Diehl. „Es besteht nach den derzeitigen Erkenntnissen jedoch dringender Tatverdacht“, fügt er hinzu. Derzeit werden noch einige kriminaltechnische Untersuchungen gemacht, deren Ergebnisse erst Ende Oktober vorliegen.
Die Leiche Peter Hilbers, zuletzt wohnhaft in Langenargen, wurde Ende April 2012 in unwegsamem Gelände in Tirol gefunden. Ab dem 19. Februar müssen sich die Ehefrau des Getöteten und ihr Freund vor dem Landgericht Ravensburg verantworten.
