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Friedrichshafen Mordfall Hilber: Staatsanwaltschaft will Anklage gegen Ehefrau und Freund erheben

10.10.2012
Friedrichshafen -  Es besteht weiterhin dringender Tatverdacht gegen die Ehefrau des Opfers und ihren Freund. Noch laufen die letzten Ermittlungen, dennoch ist die Staatsanwaltschaft zuversichtlich, dass die Indizien ausreichen, um das Verfahren zu eröffnen.
Justiz

Symbolbild  Bild: dpa

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Die Ravensburger Staatsanwaltschaft will möglichst bis Ende Oktober Anklage gegen die beiden Verdächtigen im Mordfall Hilber erheben, das bestätigte der Erste Staatsanwalt Karl-Josef Diehl gegenüber dem SÜDKURIER. Zwar laufen noch die letzten Ermittlungen, dennoch sei man bei der Staatsanwaltschaft zuversichtlich, dass die Indizien gegen die Ehefrau des Opfers und deren Freund ausreichten, um das Verfahren zu eröffnen.

Peter Hilber wurde in der Nacht vom 20. auf den 21. April dieses Jahres im Gebiet zwischen Langenargen und Wilhelmsdorf erschlagen. Die Leiche des Mannes, der zuletzt in Langenargen lebte, wurde am 25. April in der Nähe von Pfunds in Österreich auf unwegsamem Gelände zufällig gefunden. Schon am 17. Mai nahmen die Ermittler der Ermittlungsgruppe „Tirol“ seine Ehefrau und ihren neuen Freund fest. Sie hatten sich nach der Vermisstenmeldung in Widersprüche verstrickt und sitzen seither in Untersuchungshaft. „Noch immer haben sich beide Verdächtigen nicht zu der Tat geäußert, sie machen von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch“, erläuterte Staatsanwalt Diehl. „Es besteht nach den derzeitigen Erkenntnissen jedoch dringender Tatverdacht“, fügt er hinzu. Derzeit werden noch einige kriminaltechnische Untersuchungen gemacht, deren Ergebnisse erst Ende Oktober vorliegen.


Was seit April geschah:
  • 23. April: Die Ehefrau von Peter Hilber, Tanja B., gibt eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf.
  • 26. April: Bei der Suche nach einem Bären entdeckt die österreichische Polizei am „Gstalda Tobel“ in der Nähe von Spiss zufällig die Leiche von Peter Hilber. Der Tote lag rund drei bis vier Tage dort und war nur mit einer Unterhose bekleidet.
  • 27. April: Die Identität des Toten wird bei der Obduktion festgestellt. Es handelt sich um den gebürtigen Südtiroler Peter Hilber, der in Langenargen wohnhaft war. Die Friedrichshafener Polizei übernimmt die Ermittlungen und richtet die Sonderkommission „Tirol“ ein.
  • 30. April: Die Polizei fahndet nach einem unbekannten Mann namens „Sandro“, Hilbers Ehefrau hatte angegeben, dass Hilber zu diesem – ihr unbekannten - Mann ins Auto gestiegen sei.
  • 16. Mai: Tanja B. und ihr Freund werden festgenommen, einen Tag später erlässt die Staatsanwaltschaft wegen dringendem Tatverdacht Haftbefehl. Beide kommen in Untersuchungshaft, Tanja B. nach Ulm, ihr Freund nach Ravensburg.
  • 30. Mai: Die Polizei sucht Zeugen, die die beiden Tatverdächtigen zwischen dem 20. und 23. April im Bereich zwischen Wilhemsdorf und Langenargen gesehen haben und veröffentlicht ihre Fotos sowie Lichtbilder ihrer Autos.
 
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Die Leiche Peter Hilbers, zuletzt wohnhaft in Langenargen, wurde Ende April 2012 in unwegsamem Gelände in Tirol gefunden. Ab dem 19. Februar müssen sich die Ehefrau des Getöteten und ihr Freund vor dem Landgericht Ravensburg verantworten.

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