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Friedrichshafen Mit der Fertigspritze an die Spitze

12.10.2010


Udo J. Vetter von der Ravens burger Vetter Pharma GmbH zu Gast an der Zeppelin-Universität

Friedrichshafen – Er ist ein oberschwäbischer Unternehmer, wie er im Buche steht, und einer der Global Player im Pharmabereich mit 280 Millionen Euro Jahresumsatz und 2500 Mitarbeitern: Udo J. Vetter hat mit der „Vetter Pharma GmbH“ aus Ravensburg die Erfolgsgeschichte seiner Familie, die schon in den 40er Jahren begann, erfolgreich weitergeschrieben und in die Welt getragen. Darüber berichtete er mit dem langjährigen Geschäftsführer Max Horn bei der Veranstaltungsreihe „Familienklatsch“ in der Zeppelin-Universität (ZU).

Mit einer Apotheke in Ravensburg fing Anfang der 40er Jahre die Geschichte der heutigen Vetter Pharma GmbH an. „Mein Vater arbeitete damals als 19-Jähriger bei meinem Onkel in der Apotheke in Ravensburg – er war sechs Monate des Jahres im Krieg, dann durfte er wieder sechs Monate zurück, um Pharmazie zu studieren“, schildert Udo J. Vetter. Firmengründer Helmut Vetter legte den Grundstein für das spätere Groß-Unternehmen, indem er in seinem pharmazeutischen Laboratorium Aufträge anderer Unternehmen annahm. Die moderne Technik, in die das Unternehmen des Vaters früh investiert hatte, zahlte sich schnell aus. Ende der 60er Jahre begann die Firma damit, Spritzensysteme zu produzieren, Helmut Vetter entwickelte die Idee der vorgefüllten, aseptischen Fertigspritze – der Geschäftszweig, der heute Kerngeschäft des Unternehmens ist und weiter entwickelt wird. „In den 70er Jahren konnte man mit der damaligen Technik etwa 27 Spritzen pro Minute herstellen, heute sind wir bei 500 bis 600 pro Minute“, beschreibt Vetter die technische Entwicklung.

Udo J. Vetter selbst legte seinen beruflichen Grundstein nicht in Ravensburg, sondern etwas weiter weg in Amerika. Nach einem Pharmazie-Studium in Seattle arbeitete er zunächst fünf Jahre bei dem Pharma-Giganten Schering als klinischer Apotheker und baute Produktionsstätten in Puerto Rico auf. 1987 machte er sich unter anderem mit dem Vertrieb von Lizenzen für Arzneimittel selbstständig. Im Jahr 1991 fiel schließlich die Entscheidung, zurück zu den Wurzeln zu gehen und die eigene erworbene Erfahrung als Unternehmer in die Familienfirma einfließen zu lassen. Neue Technologien und Innovationen wurden entwickelt, die entscheidend waren, damit die Firma zu dem werden konnte, was sie heute ist: Produzent für fast alle großen Pharma-Firmen weltweit. Gerade entsteht eine große Niederlassung in Chicago, mit der Vetter Pharma die Aktivitäten in Nordamerika weiter ausbauen will.

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