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Friedrichshafen Millionen für schönere Hotels

17.04.2010


Friedrichshafen – Mehr als drei Millionen Euro hat die Hotellerie im Bereich Bodensee-Oberschwaben nach der Reduzierung der Mehrwertsteuer von 19 auf sieben Prozent seit Januar in verschiedene hauseigene Projekte investiert. Diese Zahl nannte gestern der Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands in der Region, Bernd Dahringer aus Ravensburg, bei einem Pressegespräch in der „Krone“ in Schnetzenhausen.

Als Grundlage diente ihm eine erste Umfrage unter rund 30 Betrieben.

„Es werden sicherlich noch mehr und mehr Millionen Euro“, kommentierte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft des Verbands der Region, Michael Jeckel aus Überlingen. Für ihn ist die vom Bundestag beschlossene Absenkung der Mehrwertsteuer in der Hotellerie das beste Konjunkturprogramm überhaupt, „denn davon profitieren nicht nur unsere Betriebe und die Kunden, sondern auch die Handwerkerschaft in weitestem Sinne“, so Jeckel.

Die Einführung der reduzierten Mehrwertsteuer für Beherbergungsleistungen sorge für eine längst überfällige Steuergerechtigkeit in Europa. „Handlungsbedarf gibt es auch in der Gastronomie. In diesem Bereich wenden bereits 13 EU-Staaten einen reduzierten Mehrwertsteuersatz an. Weitere werden folgen. So senkte unser Nachbar Frankreich zum 1. Juli 2009 den Satz in der Gastronomie auf 5,5 Prozent und Belgien zum 1. Januar 2010 auf 12 Prozent“, sagte Jeckel.

Durch die jetzige Absenkung in der Hotellerie seien die Betriebe in der Lage, den Standard ihrer Häuser zu heben und die Auszubildenden zu halten. „Die Wettbewerbsverzerrung gegenüber anderen Ländern, speziell unserer Nachbarn Frankreich, Österreich und Schweiz, hat ein Ende“, resümierte der Vorsitzende.

Das bestätigten auch Otto Ruess, Besitzer der „Krone“, Silvia Göppinger vom Hotel „Schwedi“ in Langenargen und Bernhard Stiller vom Best-Western-Hotel in Weingarten. Sie geben neben den Investitionen zur Sanierung ihrer Häuser in unterschiedlicher Form die Mehrwertsteuer-Senkung an ihre Kundschaft weiter, so durch Sonderrabatte und Preissenkungen bei Übernachtungen.

Für Lothar Riebsamen ist die Reduzierung auch die Erfüllung eines Versprechens, das die CDU im Wahlkampf für die Familien und den Mittelstand abgegeben habe. Schließlich gehe es auch darum, das Gastgewerbe so attraktiv wie möglich zu machen, um den Landsleuten den Urlaub im eigenen Land zu ermöglichen.

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