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Friedrichshafen Kurt Eicher will nicht gehen

30.07.2012
Friedrichshafen -  Investor Kurt Eicher zeigt sich verwundert über Kündigung seines Projektbüros in Fischbach. Die Stadt Friedrichshafen sieht keinen Stilbruch.
Haus Wagner in Fischbach

Haus Wagner in Fischbach, aktuell Sitz des Therme-Planungsbüros von Kurt Eicher.  Bild: Ambrosius

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Die von der Stadt ausgesprochene fristlose Kündigung des Mietvertrags für das Projektbüro der früher geplanten Therme in Fischbach wird von der Aedis Immobilien Management AG nicht akzeptiert. Hinter dem Unternehmen steht der Schweizer Investor Kurt Eicher, der ein Thermalbad mit Hotelkomplex bauen wollte, aber vertragliche Vereinbarungen nicht einhielt. Daraufhin beendete die Stadt Friedrichshafen von sich aus die geschäftlichen Beziehungen. Derzeit arbeiten die Anwälte beider Seiten an der juristischen Aufarbeitung der aufgegebenen Thermenträume.

In einer Mitteilung von Montag zeigt sich die Aedis Immobilien Management AG verwundert darüber, dass sie einem Bericht des SÜDKURIER vom 17. Juli entnehmen musste, die Stadt wolle den Mietvertrag des Projektbüros im Haus Wagner auf Ende Juli 2012 fristlos kündigen. Ein entsprechendes Schreiben sei erst am 23. Juli eingegangen und habe damit „Befremden“ ausgelöst, heißt es. Kurt Eicher und die Immobilien-AG seien zehn Jahre lang zuverlässige Partner gewesen. Das Haus Wagner, so wird angemerkt, habe mit einem Aufwand in Höhe von rund 100 000 Euro saniert werden müssen. Die bisherigen Mieter sehen nach ihrem Verständnis keine Veranlassung für eine vorzeitige Räumung des Hauses, „da kein berechtigter Grund zur fristlosen Kündigung besteht“. Außerdem sei die Miete bis einschließlich September bezahlt worden. Moniert wird mangelnde Wertschätzung.

Friedrichshafens Baubürgermeister Stefan Köhler sieht das Vorgehen der Stadt als angemessen an. Bereits am 24. Mai sei Eicher angeboten worden, das Mietverhältnis zum 30. Juni aufzuheben. Der Eingang des Schreibens sei am 7. Juni per E-Mail bestätigt und eine Antwort angekündigt worden. „Ein Antwortschreiben kam bei uns aber nie an“, versicherte Köhler auf Nachfrage. Da die Vermietung des Hauses Wagner an die Realisierung des Thermalbads gekoppelt war, sei die Kündigung erfolgt. „Wir haben hier keinen Stilbruch begangen. „Den Vorwurf der Stillosigkeit halte ich nicht für angemessen.“

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